Etf Indexfonds

Etf-Index Fonds

Der Bestand besteht hauptsächlich aus Länder-ETFs. Der Einsatz und die Reichweite von ETFs hat in den letzten Jahren stark zugenommen. ETFs haben aber auch einige Nachteile. Als Anleger können Sie jeden beliebigen Börsenindex erwerben. Einfache investieren mit Indexfonds und ETFs | Das Hörbuch zum Download von Thomas Dahlmann, gelesen von Axel Maluschka.

Was Sie über Indexfonds wissen sollten

Sie sind kosteneffizient, übersichtlich und sowohl für den kurzfristigen Handel als auch für den langfristigen Einsatz geeignet. Auch die Indexfonds, die von Blogger, Finanzredakteure und Gebührenberater einhellig gelobt werden, sind nun ein wenig "Mainstream". Der vorliegende Artikel soll über Indexfonds und deren Nutzungsmöglichkeiten und Vorteile, aber auch über die besonderen Gefahren von "passiven Fonds" und deren Geeignetheit als Krisenanlage informieren.

Index-Fonds haben gegenüber anderen Investments Vorzüge. Die ETF sind flüssiger als Anteile, billiger als ein Aktienportefeuille und sicher als Urkunden. Die börsennotierten Fonds werden wie Anteile an der Börse gehandhabt. Bei den meisten Brokern fallen für den Börsenhandel dieselben oder sehr vergleichbare Kosten an wie beim ETF. Durch den Erwerb eines ETF zu den Anschaffungskosten einer einzelnen Stückaktie kann jedoch bereits ein Portefeuille erworben werden.

Ein DAX-ETF im Werte von ca. 10000 Euro ist für ca. zehn Euro bei preiswerten Maklern zu erwerben. Bei einem Einzelkauf aller 30 im DAX erfassten Werte werden 30 x 100 ? = 300 ? fällig. Das Jahreshonorar pro 10000 Euro ETF-Anteil liegt zwischen ca. 10-30 Euro (oder etwas mehr bei kleineren ETFs).

Für Anteile gelten diese nicht. Einige Makler berechnen für jede Dividende eine Gebühr, was geringere Anteile an einer großen Anzahl von auszuschüttenden Anteilen ad absurdum geführt hat. Obwohl ein "Abschlag" von 50 Prozent auf diese Prämie in der Industrie schon lange üblich ist, sind die Beschaffungskosten mit 250 Euro pro 10000 Euro Investitionssumme um ein Mehrfaches höher als bei einem ETF.

Allerdings sind die ETF auch bei den Betriebskosten günstiger: Das Fehlen eines aktiven Managements erlaubt Gesamtjahreskosten von ca. 0,10%, während herkömmliche Fonds ca. 1-1,5 Prozent des Fondvermögens pro Jahr einnehmen. Das " Managermagazin " berichtet im MÃ??rz 2016 Ã?ber eine Untersuchung des Index-Anbieters S&P Dow Jones Indices, wonach 86 % aller befragten Fonds nach zehn Jahren Gebührenabzug ihre Messlatte nicht Ã?berschritten haben.

In einem Zeitraum von fünf Jahren haben 80 % der Mittel dieses Ziel nicht erreicht. Dabei sollte nicht übersehen werden, dass andere Untersuchungen zu anderen Schlussfolgerungen gekommen sind und glauben, dass aktive Fondsmanager zu einer Überschussrendite fähig sind, sofern sie wirklich tätig sind und sich die Fondszusammensetzung deutlich von der des Benchmarks unterscheidet.

Investoren können mit Hilfe von Aktienzertifikaten problemlos in nahezu alle klassische Underlyings und auch in Exoten wie Volatilitäten und Trading-Strategien (z.B. Covered Call Writing) einsteigen. Bei einem ETF hingegen handelt es sich um einen Spezialfonds - im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft bleibt der Wert des Portfolios intakt. Adressenausfallrisiken liegen jedoch bei synthetischen Replikation von börsengehandelten Fonds vor, die Swapgeschäfte mit anderen Teilnehmern abschliessen und von deren Solvenz abhängig sind.

Für den Indexfondshandel berechnen die meisten Makler die gleichen Entgelte wie für den Aktienhandel. Zahlreiche Makler diskontieren die Auftragsgebühren für einige ihrer BTFs. In der Regel können Indexfonds von 1-2 Fondsunternehmen zu niedrigeren oder gar keinen Auftragsgebühren handeln. Puristenkritiker mögen hier einwenden, solche Verkaufskampagnen zeigen eindeutig, dass börsengehandelte Fonds nicht 1:1 mit Anteilen zu vergleichen sind, weil irgendwann einmal Zusatzmargen aufkommen.

Für viele Investoren mag dies weniger interessant sein. Bei den meisten Online-Brokern sind jetzt auch Fonds für Sparmodelle zugelassen - obwohl selbst Branchenführer wie beispielsweise Flachex diese Möglichkeit erst seit kurzem haben. Ähnlich wie der kontinuierliche Wertpapierhandel und einmalige Anlagen bieten viele Makler in ihren Preislisten auch vergünstigte Sparmodelle für die einzelnen ETF an. Bei den Gebührenberatern sind börsengehandelte Fonds sehr gefragt.

In einer Pressemitteilung vom 8. Juli 2015 (Titel: "ETFs disenchant hedge funds") urteilte die auf Gebührenberatung fokussierte Bank ganz klar: Die Investoren werden aber offenbar schlauer. Statt in teure Hedge-Fonds investiert sie immer öfter in kostengünstige und transparente Register. Die Teilnehmer lernen, wie ein ETF in einem Kundenportfolio verwendet werden kann - so, als ob ein eventuelles "Wenn" kein Thema mehr wäre.

Inzwischen gibt es rund 4.500 Indexfonds auf der ganzen Welt, die ein Gesamtvolumen von rund USD 3000 Milliarden managen. Größte Marktteilnehmer sind (gemessen am globalen Fondsvolumen): Laut dem Branchenservice "Morningstar" entfielen Ende 2015 467,41 Mrd. Euro auf die europäischen BTFs.

Der Zuwachs ist zum einen auf steigende Kurse und zum anderen auf Nettomittelzuflüsse - mehr als 42 Mrd. für den Aktienbereich und mehr als 23 Mrd. für Renten-ETFs - zurück zu führen. Ungefähr zwei Dritteln des gesamten Fondsvermögens sind in Form von Wertpapieren angelegt. Allerdings sind die Indexfonds insgesamt sehr unterschiedlich.

Anleihe-ETFs legen in Bonds an. Zudem können Investoren zwischen einem ETF auf Regierungsanleihen und einem ETF auf Industrieanleihen auswählen. Der überwiegende Teil der Indexfonds bezieht sich auf die vergleichsweise wenigen Pfandbriefindices, in denen Wertpapiere mit einer hohen Liquiditätsausstattung notiert sind. Commodity-Fonds simulieren Rohwarenindizes wie den S&P Goldman Sachs Commodity Index. Oftmals basiert die Indexgewichtung auf dem weltweiten Handelsumsatz eines Rohstoffes - einige Indices belasten auch die einzelnen Rohwaren wesentlich mehr.

Als Fonds müssen Fonds allein aufgrund gesetzlicher Bestimmungen in mehr als einen zugrunde liegenden Vermögenswert anlegen. Indexbasierte gemischte Fonds spielten bisher nur eine nachgeordnete Funktion. börsengehandelte Fonds legen in verschiedenen Anlagekategorien wie z. B. Anleihen, Obligationen und Liegenschaften an. Die Performance solcher Anlagen wird von alternativen Anlagefonds verfolgt. Ausgehend von dieser Gruppierung (oder den zu replizierenden Indizes) wird ein Regelsatz definiert, nach dem das Portefeuille aufbereitet wird.

So können z. B. strategische Fonds in Titel mit hoher Ausschüttungsrendite oder einer vorteilhaften Fundamentalbewertung anlegen oder eine Covered-Call-Writing-Strategie aufzeigen. Indexfonds dürfen ebenfalls nur in Titel anlegen, die bestimmten Voraussetzungen entsprechen, z.B. in Bezug auf Umwelt, Moral etc. Aktive börsennotierte Fonds - auch Smart ETF genannt - sind Indexfonds, bei denen die Entscheidung durch ein diskretionäres Fondsmanagement liegt.

Der 1:1 Short ETF spiegelt die Performance eines Index in spiegelverkehrter Form wider und ist daher z.B. für Spekulationen auf sinkende Preise geeignet. Leverage-Fonds - als Long- und Short-Produkte verfügbar - stellen ein teilweise bonitätsfinanziertes Portefeuille dar und erlauben z.B. eine 4-fache Beteiligung an einem Index. Auch bei Indexfonds wird der aus dem Zertifikat bekannt gewordene Quanto-Mechanismus genutzt.

In vielen börsengehandelten Fonds werden gewisse Grundgeschäfte ausdrücklich ausgeschlossen. Einkünfte aus Zins- und Dividendenausschüttungen können von börsengehandelten Fonds ausgeschüttet oder reinvestiert werden. Insbesondere bei den großen Underlyings kann der Investor beinahe immer aus beiden Fondsarten auswählen. Einer der grössten Vorteile von börsengehandelten Fonds ist ihre Transparenz: Der Inhaber eines DAX-ETF muss nicht die Entwicklung seines Indexfonds überwachen, sondern kann die Entwicklung des DAX mitverfolgen und sich vergewissern, dass sich die im Portfolio enthaltenen Einheiten annähernd identisch entwickeln.

Wie aber reproduzieren Indexfonds ihre Grundlage? Bei einem DAX-ETF umfasst das Portefeuille damit 30 Titel mit unterschiedlichen Gewichtungen. Bei den meisten Privatanlegern wird davon ausgegangen, dass diese Option die niedrigsten Gefahren hat. Allerdings können physikalisch replizierte börsengehandelte Fonds auch einen kleinen Teil ihres Portefeuilles über Swapgeschäfte mit anderen Börsenteilnehmern absichern.

Die Anteile des Portefeuilles können von börsengehandelten Fonds auch an andere Börsenteilnehmer verliehen werden. Excursus: Anleger können grundsätzlich Schaden erleiden, wenn ihre Papiere von der Depotbank ausgeliehen werden - unabhängig davon, ob es sich um ETF, Fonds, Anteile oder andere Papiere handeln. Grundsätzlich können Indexfonds jedes beliebige Portefeuille von Blue-Chip-Aktien aufstellen.

Welche Vermögensindexe in welche Fonds investiert werden, können Sie dem Prospekt entnehmen. In den meisten Fällen gewähren sich die Fonds das Recht, verschiedene börsengehandelte und außerbörsliche derivative Finanzinstrumente einzusetzen. Einer der Hauptvorteile von Indexfonds ist der kontinuierliche Vertrieb von Anteilscheinen an den Börsen. Was ist der Preis eines ETF?

Wenn man sich den Prospekt eines börsengehandelten Fonds ansieht, stößt man auf etwas Erstaunliches. Darin heißt es, dass "der Vermögenswert des Fonds abzüglich der Schulden (Net Asset Value) an jedem Bewertungstag errechnet wird. "Tägliche Bewertung" Preisfindung und Ausgabeaufschlag - hätten nicht auch die ETF' s diese Instrumente des klassischen Fondsgeschäftes abschaffen sollen? Als drittes wurde der Indicative Net Asset Value (iNAV) entwickelt, um eine realitätsnahe Intradaybewertung von börsengehandelten Fonds zu ermöglichen.

Dies ist in einem iShares-Prospekt als " der in Realzeit ermittelte Nettovermögenswert eines Fonds " bezeichnet. Bei den Marktteilnehmern ist davon auszugehen, dass sie der Preiskalkulation der Deutsche Börse trauen und ein Preisrisiko durch den Erwerb einer ETF-Aktie zu einem Preis weit über dem iNAV vermeiden. Wie auch beim Handeln anderer Wertpapiere spielt der Marktmacher (auch Designated Sponsor oder permanenter Liquiditätsgeber) beim Handeln von börsengehandelten Fonds eine wichtige Rolle. 2.

Kaufen mehr Investoren neue Anteilscheine als im gleichen Zeitpunkt zurückgenommen werden, gibt die Fondsgesellschaft diese aus. Demgegenüber ist der Börsenhandel Teil des Sekundärmarktes: Hier werden nur bestehende Wertpapiere umgeschrieben. Nach Angaben des Investment Company Institute werden die meisten AP´s nicht direkt von Fonds vergütet. Auch in einer Zeit, in der angeblich nichts mehr gesichert ist, werden börsengehandelte Fonds einer kritischen Prüfung unterzogen - gegen die es keine Einwände gibt.

Hier sind fundierte und weniger fundierte Bedenken gegen Indexfonds zu erwähnen und zu diskutieren. Die Kritik sieht in den weit verstreuten börsengehandelten Fonds ein Trojaner, mit dem finanzielle Titel ihren Weg ins Portefeuille gefunden haben. Wer gerade wegen notleidender Darlehen und anderer systematischen Gefahren für Währungs- und Bankbestände in Sachanlagen anlegen möchte, würde diesen potentiellen "Giftmüll" in sein Portefeuille einbeziehen, indem er auf große Indices wie den DAX, Dow Jones und Co.

Investoren können aber auch gewisse Branchen mit börsengehandelten Fonds ausklammern. Hierfür eignen sich Fonds, die einen großen Index ohne Berücksichtigung von Kreditinstituten, Versicherungen und Finanzdienstleistungsinstituten darstellen. Bei der Indexaufnahme gilt das Regelwerk des DAX. Hinsichtlich der Anschaffungskosten und der Liquiditätssituation der zugrunde liegenden Vermögenswerte weichen die ex-Financials-ETFs nicht signifikant von anderen Indexfonds ab.

Häufig wird kritisiert, dass nicht alle börsengehandelten Fonds ausreichend liquid sind und die Investoren somit ein Liquidationsrisiko tragen: Im ungünstigsten Falle können während des Verkaufs Verluste und/oder Verspätungen auftreten, weil der Absatzmarkt zu mager ist. Diese Gefahr besteht, trifft aber hauptsächlich börsengehandelte Fonds auf kleine und unterfrequentierte Indices.

Es ist in den letzten Jahren eine nicht mehr überschaubare Zahl von Indices entstanden, die - einmal gebildet - als Grundlage für Indexfonds herangezogen werden können. Jeder Anleger ist dafür verantwortlich, sich vor einer Anlage ein genaues Bild über die wichtigsten Daten des Fonds zu machen. Führen ETFs zu Verwerfungen an den Börsen? ZEIT " publizierte im Monat Juli einen Beitrag, der nicht an der Kritiken an Indexfonds spart.

Wie die ZEIT weist sie darauf hin, dass ETF-Aktien wie eine Aktie an der Börse gelistet sind und erklärt: "Die Finanzbranche hat mit ihnen den größten Herdeninstinkt unserer Zeit ausgelöst". Darin wird nur darauf hingewiesen, dass in den USA inzwischen 4,5 Bill. USD in Indexfonds investiert wurden und dass es im Jahr 2015 Zuflüsse von 400 Mrd. USD gab.

Der Vorwurf, dass börsengehandelte Fonds einen "Herdentrieb" unter den Investoren auslösen, kann allein durch diese Angaben kaum untermauert werden. Der Mittelabfluss aus traditionellen Fonds neutralisiert das Wachstum im ETF-Segment teilweise, da die Mehrheit dieser Fonds auch in die Bestandteile der großen Aktienindices Dow Jones, S&P, MSCI World und Nasdaq 100 investieren.

Ein ETF ( "Vanguard Total Stock Market Index Fund") ist seit 2013 der grösste Fonds der Erde - ein Symbol für den Strukturwandel in der Industrie. Der von Indexfonds verursachte "Herdeninstinkt" würde entstehen, wenn ein großer Teil der in börsengehandelten Fonds in sehr wenige Werte investiert würde, da Investoren nur die bekannten Indices betrachten und dies zu Blasen und nachfolgenden Crash-Szenarien führen würde.

Dieser Anspruch setzt den Beweis voraus, dass die Bestände an börsengehandelten Fonds zu einem deutlichen Zuwachs an Geldzuflüssen in Teilmärkten führen, die ohne Indexfonds nicht möglich wären. Ist dies wirklich nachweisbar, wenn zum einen die Abflüsse aus aktiven Anlagefonds und zum anderen die Beliebtheit dieser Submärkte, die ausschließlich auf der Bedeutung großer Indices beruhen, miteinbezogen werden?

Bei den privaten Anlegern in Deutschland hat der siegreiche Vormarsch der börsengehandelten Fonds sicherlich keine große Begeisterung hervorgerufen, wie die Aktionärsstatistiken des DAI (Deutsches Aktieninstitut) zeigen: Die" ZEIT" stellt in dem Beitrag richtig dar, dass sich die Preise von ETF-Aktien auf der ersten Stufe aufgrund von Angebots- und Nachfrageentwicklung entwickelt und dass wesentliche Veränderungen von Angebots- und Nachfrageentwicklung auf dem Primär- und nicht auf dem Zweitmarkt (Börsenhandel inklusive Marker-Making / Designated Sponsoring) ausgleichen.

Der Preis eines ETF kann sogar vom berechneten Inventarwert abweicht, wenn die Forderung nach den Anteilscheinen über die Forderung nach dem Aktienbasket hinausgeht. Arbitrage-Händler erzielen Gewinne, indem sie fast gleichzeitig das gleiche Wertpapier kaufen und wiederverkaufen. Kann die in einem ETF enthaltenen XY-Aktien aufgrund einer Preisdifferenz günstiger erworben werden, ziehen Schiedsrichter an und veräußern die unter dem Kurswert liegenden Anteile zu einem (minimalen) Preis.

Ihre " Löhne " sind gerade die kurzzeitigen Unterschiede zwischen dem ETF-Preis und dem Kurs der zugrunde liegenden Aktie oder Kreditinstrument, die sie in die eigene Hosentasche einbringen. Der Grundsatz der Schiedsgerichtsbarkeit ist nicht neu und steht nicht im Verhältnis zur Entwicklung von Indexfonds. Das Arbitrageverfahren besteht z.B. für den Wertpapierhandel an verschiedenen Börsen.

Über 1.200 Titel mussten vom Markt genommen werden - darunter eine auffällige Anzahl von BTFs. Die" ZEIT" schrieb: "Die Anteile, die diese Fonds repräsentieren sollten, gingen weit weniger zurück. Noch merkwürdiger: Die auf denselben Indices basierenden börsengehandelten Fonds weisen verschiedene Kurse auf. Dies könnte den Unterschied in der Performance von börsengehandelten Fonds bei identischen Basiswerten begründen.

So konnten die ETF-Anleger im August 2015 erfahren, dass auch bei großen börsengehandelten Fonds unter Extrembedingungen ein Liquiditätsrisiko entstehen kann. Aber was ist in diesem Kontext der "größte zu vermutende Unfall" in Relation zu den besonderen Baurisiken von Indexfonds? Wenn die zugrundeliegenden Werte nach einem Crash wieder verlässlich notiert werden können, sollte dies auch für börsengehandelte Fonds innerhalb weniger Minuten so sein.

Ist der ETF das Mittel der Wahl während der Wirtschaftskrise? In Zeiten der Wirtschaftskrise glauben viele Investoren, dass jede Anlage die Merkmale einer Krisenanlage haben muss, um in das Portefeuille aufgenommen zu werden. Eignen sich Indexfonds für das gegenwärtige Börsenumfeld und können sie überhaupt Bestandteil der Krisenprävention sein?

In der Vergangenheit waren Dividendenwerte seit der Wende des letzten Jahrhunderts eine viel bedeutendere Anlageform als Bonds. Im Jahr 2015 kam eine Untersuchung des Credit Suisse Research Institute zu dem Schluss, dass ein Basket europäischer Titel im Jahr 1900-2014 eine reale Jahresrendite (d.h. inflationsbereinigt) von 4,3% erzielte.

Der Ankauf des Edelmetalles ist bei Übernahme von Preisrisiken unbedenklich. Wenn es zu einem Absturz von Geld UND Ökonomie kommt, holt der Goldpreis seinen Eigentümer mehr als Anteile, deren Kurs erst Jahre nach dem Ende der Finanzkrise wieder steigen kann. Wenn es geordnete Eingriffe bei Währungen und Kreditinstituten gibt, könnte je nach Entwicklung des Geschehens die Aktie noch besser sein, denn sie verspricht mehr als die Qualität eines Krisenmetalles, das nach einer abrupten Entspannung an Bedeutung einbüßen kann.

Wenn beides nicht der Fall ist, sind Anteile vermutlich die beste Alternative zu den Goldpreisen, da die Anteilseigner in relativ konstanten Zeiträumen eine Dividende auszahlen. Bei einem auf physische Vermögenswerte fokussierten Portefeuille scheinen daher Titel und damit verbundene Fonds prinzipiell zu sein. Bei Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und nur des Inflationsschutzes - welche Argumente sprechen beispielsweise gegen land- und forstwirtschaftliche oder landwirtschaftliche ETF?

Die ETF sind kosteneffizient, übersichtlich und für viele Verwendungszwecke gut einsetzbar. Zuweilen werden nur sehr begrenzte Kritiken geäußert: Kurzzeitige Preisverzerrungen unter Extrembedingungen werden wahrscheinlich die Regel sein. Die Tatsache, dass Indexfonds nicht für jedes Szenario der Krise angemessen sind, ist kein echter Kritiker.

Die meisten Investoren sollten nach wie vor von niedrigen Preisen und einer großen Auswahlmöglichkeit überzeugt sein. Sekundäre Feststellung: Die klassische Fondsindustrie hat noch keine effektive Reaktion auf Indexfonds vorzuweisen.

Mehr zum Thema