Geldmarktfonds

Geldmarktfonds sind eine sichere Anlageform

Wenn von sicheren Geldanlagen die Rede ist, werden neben Festgeld und Tagesgeld auch immer Geldmarktfonds empfohlen. Per Definition sind dies Investmentfonds, die das Geld der Anleger ausschließlich in Geldmarktpapiere mit kurzen Laufzeiten investieren. Unter anderem sind das Termingelder, Schuldscheindarlehen und Anleihen. Da das Fondsmanagement hohe Geldmengen in einem Geldmarktfonds sammelt, kann es am Geldmarkt auch bessere Konditionen dafür aushandeln. Die Laufzeiten der Papiere, in die investiert wird, liegen in der Regel unter einem Jahr.

Das wiederum reduziert das Risiko der Anleger auf ein erträgliches Maß.

Rendite und Risiken

Geldmarktfonds orientieren sich bei der Verzinsung am Zinsniveau des Marktes oder am Zinstrend der Papiere, in die sie investieren. Das können zum Beispiel auch Anleihen sein. In Zeiten, in denen die Zinsen gleichmäßig stark steigen, kann eine solche enge Bindung an ein Zinsniveau überaus attraktiv sein. Denn dann liegen auch die Renditen der Investmentfonds, die in Geldmarktpapiere anlegen, höher. Das Gegenteil ist jedoch in lang anhaltenden Niedrigzinsphasen der Fall. Dann nämlich sinkt die Rendite der Fonds zum Teil drastisch. Eine maßgebliche Auswirkung darauf, wie sich das Zinsniveau entwickelt, hat der europäische Leitzins. Seine Höhe wird in regelmäßigen Abständen von der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgegeben. Dadurch, dass sich der Wert der Investmentfonds insgesamt eher gleichmäßig entwickelt, sind Fonds auf der Basis von Geldmarktpapieren eine Alternative zu den Tagesgeldkonten.

Anleger müssen vor einer Entscheidung für den Kauf von Fondsanteilen aber immer berücksichtigen, dass auch bei diesen Fonds Kursschwankungen oder gar Kursverluste keinesfalls ausgeschlossen sind. Das kann unter anderem auch daran liegen, dass nicht jedes Fondsmanagement das Geld der Anleger ohne Ausnahme in bonitätsstarke und solide Papiere anlegt. Kursschwankungen sind dann während der Laufzeit der Anlage sogar einkalkuliert. Das gilt vor allem für die so genannten chancenorientierten Fonds, die bei der Suche nach höherer Rendite mehr Risiken eingehen. Auf lange Sicht sind Geldmarktfonds trotz allem lange nicht so renditestark wie gute Rentenfonds oder Aktienfonds. Nicht zuletzt werden für diese Investmentfonds jährlich Verwaltungsgebühren fällig. Das schlägt auf die Rendite durch.

Vorteile und Nachteile

Geldmarktfonds sind für private Anleger eine gute Möglichkeit, wenn sie ihr Kapital in den Geldmarkt investieren wollen. Vorbehalten ist ein Investment in diesen Markt ansonsten nämlich nur den professionellen Anlegern. Allerdings sollte sich ein Anleger erkundigen, in welche Papiere das Fondsmanagement das Anlagekapital steckt. Ein Vorteil ist außerdem, dass es sich bei diesen Fonds, deren Risiken überschaubar sind, über eine sehr flexible Geldanlage handelt. Ähnlich wie beim Tagesgeld können die Sparer täglich über ihr Guthaben verfügen. Zu den Nachteilen zählen die Kosten, die beim Kauf und bei der Verwaltung von Anteilen entstehen können. Das sind unter anderem Gebühren für die Order, der Ausgabeaufschlag und die Verwaltungsgebühren. Außerdem braucht der Anleger ein Wertpapierdepot. Das führt zu weiteren Gebühren. Bei einem Tagesgeldkonto dagegen werden diese zusätzlichen Ausgaben nicht fällig. Bei der Wertentwicklung der Fonds selbst muss der Sparer Kursverluste und Kursschwankungen einrechnen.

Für sicherheitsorientierte Anleger

Eine langfristige Geldanlage, die sich auch als Basis für einen Fondssparplan eignet, sind die Geldmarktfonds nicht. Flexibel, aber nicht übermäßig stark in der Rendite, eignen sie sich zum kurz- und mittelfristigen Parken von liquiden Reserven. Wer als Sparer für unvorhergesehenen und kurzfristigen Bedarf Geld auf die hohe Kante legen will, ist beim diesen Investmentfonds richtig. Außerdem eignen sich die Fonds für Sparer, die bei der Geldanlage auf Sicherheit setzen und sich nicht gern mit allen Einzelheiten rund um ein Investment befassen wollen. Denn während sich die Zinsen beim Tagesgeld beinahe täglich verändern können und der Anleger deshalb die Entwicklung im Auge behalten muss, ist das bei Investmentfonds mit Schwerpunkt Geldpapiere nicht notwendig. Allerdings verlangen Anbieter dieser Fonds in der Regel Mindestanlagesummen. Das erschwert es, kleinere Beträge in die Fonds zu investieren. Eine bessere Alternative für den Sparer ist dann das Tagesgeldkonto.