Sichere Unternehmensanleihen

Unternehmensanleihen sichern

Die Renditen von Unternehmensanleihen sind in den letzten Jahren aufgrund der extrem niedrigen Zinsen für sichere Staatsanleihen stark gesunken. Sie vergleicht den durchschnittlichen Unternehmensgewinn in einem Index (KGV) mit der durchschnittlichen Rendite von sicheren Unternehmensanleihen. Wenn die Zinsen für Spareinlagen und sichere Anleihen unter der Inflationsrate liegen.

Staats- und Unternehmensanleihen

Obligationen sind festverzinsliche Papiere, die aus Manteln ( "Claim") und Blättern ("Coupon") zusammengesetzt sind. Die Emittentin der Schuldverschreibung ist mit dem Erwerber der Schuldverschreibung in Schulden. Obligationen werden nicht in einer gewissen Anzahl, sondern über dem Nennwert notiert. Der prozentuale Anteil der Schuldverschreibungen am Nennwert wird an der Börse notiert. Wie sicher sind Bonds? Wechselkursschwankungen aufgrund der einheitlichen Landeswährung sind nicht zu befürchten.

Die Unternehmensanleihen werden von großen Gesellschaften begeben, um Geld für Beteiligungen zu verleihen und das Geschäft zu finanzieren. Rating-Agenturen wie Moody's und Standard&Poor's bewerten die Kreditwürdigkeit der Gesellschaften und damit das Rating. Es ist auch zu differenzieren, in welcher Landeswährung die Unternehmensanleihen begeben werden. Devisenanleihen sind Festzinsanleihen, die einem Wechselkursrisiko ausgesetzt sind, da sie in einer Fremdwährung begeben werden.

Genussscheine sind Genussscheine, die Genussscheine verbriefen und somit eine Mischung aus Aktie und Anleihe darstellen. Die Genussscheininhaber sind nicht zur Hauptversammlung berechtigt und haben kein Wahlrecht, sondern einen Gewinnanteil an der Gesellschaft. Wird in einem Jahr keine Dividendenzahlung vorgenommen, steht das Recht zu, den entgangenen Gewinn im folgenden Jahr auszugleichen.

Wandelschuldverschreibungen werden von einer Aktiengesellschaft ausgegeben und berechtigen den Gläubiger innerhalb der Umtauschfrist zum Umtausch in Stammaktien. Die Umtauschverhältnisse sind beim Erwerb der Schuldverschreibungen festgelegt und bekannt. Der Gläubiger einer Schuldverschreibung hat Anspruch auf den anteiligen Zinserlös für jeden Tag, an dem er im Eigentum dieses Wertpapiers ist.

Erwirbt dann eine andere Partei die Schuldverschreibung, kann sie nur den Teil der Zinseinnahmen geltend machen, der seit dem Erwerb entstanden ist. Dieser Zinsertrag wird als Stückzins bezeichnet. Die Stückzinsberechnung ermöglicht eine tagesgenaue Abwicklung zwischen dem Erwerber und dem Veräußerer der Bonds. Sie wird von Ihrer Hausbank oder Ihrem Online-Broker ausgestellt und wird anschließend auf dem Kontoauszug ersichtlich.

Ist eine Anleihe sicher? Für viele Investoren sind Obligationen, ob Staats- oder Unternehmensanleihen, eine besonders sichere Anlageform.

Unternehmensanleihen im Investment-Grade-Bereich: Blasenbildung oder sicheres System?

Wie wir seit 2008 gesehen haben, sind die Investoren in einer Zeit der Ungewissheit dazu entschlossen, für Sicherheiten zu zahlen. Sind die Sicherheitsvorkehrungen im Moment zu kostspielig geworden? Doch was ist in der neuen Normalisierung noch sicher? Da Staatspapiere per se nicht mehr sicher sind (und es auch nie waren), aber zugleich keine Renditen mehr generieren und gar echte Kursverluste einbringen, haben die Investoren ihr Augenmerk auf Unternehmensanleihen gerichtet.

Das war auch richtig und die Investitionen waren nicht nur im Jahr 2012 sehr gut. Jedoch hat der Markterfolg zwei unerfreuliche Nebeneffekte: Die Zinssätze sind so niedrig wie seit jeher und die Renditenaufschläge von Investment-Grade-Anleihen bewegen sich inzwischen unter dem 200. Im Hochzinssegment haben sich die Renditenaufschläge seit der Lehman-Krise 2008 ebenfalls signifikant verringert, sind aber immerhin noch ein gewisser Risikoausgleich für die Anlegerschaft.

Die Schatzmeister der Firmen haben Milliardenanleihen zu äußerst günstigen Zinssätzen platziert. In den USA hat die Gesellschaft die grösste Anleihe über 14,7 Mrd. US$ mit einer Laufzeit von drei bis 30 Jahren und einem Zinssatz von 1,2% abgeschlossen. Ende des Jahres wurden rund 3,9 Bill. US$ ausgegeben, mehr als im Spitzenjahr 2009 Wo sind also die Gefahren und welche Wege oder Lösungsansätze gibt es?

Die Investoren sind eindeutig zu stark in Obligationen und insbesondere in Unternehmensanleihen investiert. Allerdings ist es durchaus ratsam, über Exit-Szenarien früh genug zu reflektieren. S&P schätzt, dass die Ausfallquoten in den USA von 3% im Sept. 2012 auf 3,7% bis Sept. 2013 anwachsen werden.

Die Ausfallquoten werden dann signifikant ansteigen und zu einem Exit für Unternehmensanleihen führen. Deshalb empfiehlt es sich, bis zur Haelfte der klassischen Unternehmensanleihenfonds schrittweise durch "alpha"-Fonds zu uebersetzen. Wenn Sie eine Absicherung suchen, können Sie auch Schröder GAIA CQS Credit verwenden, obwohl dieser Fond auf Rang 64 von 64 in der Liste der alternativen Kreditfonds steht.

Er ist seit einiger Zeit kurz und würde sich wahrscheinlich am besten in Stressphasen entwickeln. Eine Diversifikation über mehrere Investmentfonds und die Bevorzugung von Produkten, die nicht zu groß sind und daher variabel agieren können, ist ratsam. Wenn sich die Erholung bei Unternehmensanleihen jedoch fortsetzt, werden diese Mittel in der Regel eine schlechtere Performance aufweisen als traditionelle Anleihen.

Herr Frank Huttel ist seit Anfang 2009 Head of Portfolio-Management bei FiNet Asset Managament.

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