Staatsanleihen österreich Zinsen

Österreichische Staatsanleihen Zinssätze

Insbesondere Portugal und Österreich bieten attraktive Staatsanleihen an. Das erleben wir bei Staatsanleihen: Diejenigen aus Griechenland oder Spanien müssen hohe Zinsen zahlen, weil sie riskant sind. Die Zinserträge aus Anlagen in sogenannte risikofreie Anlageformen (Schuldverschreibungen), z.B. Bundesanleihen, sind immerhin viermal höher als bei zehnjährigen österreichischen Staatsanleihen.

Sichere Realverluste

Schon seit Jahren wird von vielen Fachleuten empfohlen, keine österreichischen Staatsanleihen zu erwerben. Immerhin ist Österreich bei Kapitalanlegern begehrt. Der Zinsertrag ist äußerst niedrig - unabhängig davon, was der Investor gerade bekommt. Die Investmentexperten können die Kapitalanleger natürlich dazu bewegen, renditestärkere (und damit riskantere) Titel zu erwerben und ihnen zugleich sagen, dass konservative Staatsanleihen wie die aus Österreich sicher Kursverluste bringen - aber der Ansturm auf diese Papiere bleibt nicht nachgelassen.

Zum Beispiel für die österreichische Schuldverschreibung mit einer Restlaufzeit von 30 Jahren (ISIN: AT0000A0VRQ6). Der Kurs der Schuldverschreibung liegt heute bei über 120% und damit 19% über dem des Vorjahresmonats. Derzeit liegt der Anteil bei etwas mehr als zwei Prozentpunkten. Daraus resultiert nach Steuern und allen anfallenden Aufwendungen ein jährlicher Zinsüberschuss von vielleicht etwas mehr als einem Prozentpunkt.

Wenn man die Jahresinflation ausschließt, würde sich nach 30 Jahren ein relativ großer realer Verlust ansammeln. Denn eine Brutto-Rendite von über zwei Prozentpunkten für sichere Anleihen ist zurzeit eine Seltenheit. Bei einer zehnjährigen österreichischen Anleihe (ISIN: AT000000A185T1) beträgt die Rendite aktuell rund 1,4 Prozentpunkte. Abzüglich Steuern, aller Abgaben und der Teuerung resultiert daraus ein Jahresminus von rund 1,5 Prozent.

Die österreichische fünfjährige Anleihe (ISIN: AT000000A0VRF9): Erwirbt ein Käufer sie heute, zahlt er in den kommenden fünf Jahren nur eine Brutto-Rendite von weniger als 0,4 Prozentpunkten. Die Aktie hat einen Jahreskupon von 1,95 Prozentpunkten. Die Anleihe ist jetzt aber um fünf Prozentpunkte teuerer als noch vor neun Jahren.

Ein Bruttoertrag ist so gut wie nicht vorhanden; der reale Verlust beträgt zwei Prozentpunkte p. a. und mehr, abhängig von der Kostenhöhe und der Investition. Doch gerade diese Reife zeigt, wie gesichert die Bundesrepublik Österreich ist. Diese beträgt aktuell rund 0,33% für eine Vertragslaufzeit von fünf Jahren.

Einfach ausgedrückt: Will man Staatsanleihen im Gegenwert von 100.000 EUR über fünf Jahre sichern, muss man einen Aufschlag von rund 330 EUR ausgeben. Damit ist Österreich eines der sicherste Länder für Anleger in Europa. Die Niederlande liegen fast auf dem gleichen Stand wie Österreich.

Hier liegt der Anteil der Prämien bei knapp zwei Prozentpunkten. Österreich, Deutschland, die Niederlande und die nordischen Länder werden als sehr unbedenklich eingestuft. Bei einem Inflationsabzug entsteht ein Schaden.

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