Geld gut Investieren

Gut anlegen

Ebenso gut kann es fallen und Ihre Aktie kann an Wert verlieren. So kann ich mein Geld gewinnbringend und ohne Risiko anlegen. Man freut sich darauf, seine Zeit mit dem einen oder anderen Hunderter gut zu bezahlen. Die Lieblingsinvestition der Deutschen - heute bringen sie fast nichts mehr. Wo und wie kann man Geld an der Börse anlegen?

Investment: Anteile für die Armen - Konjunktur

Es wird immer wieder gesagt, nur wer viel Geld hat, kann und darf in Anteile investieren. Wer eine schmalere Wertpapierbörse hat, sollte sein kleines Geld lieber auf ein sicheres Sparkonto legen. Wer wenig Geld verdient, hat oft ein Altersvorsorgeproblem. "Nichts ist falsch daran, wenn man kleine Geldbeträge an der Wertpapierbörse ohne Vermögenswerte im Hintergrund hat", sagt Beck.

Laut einer kürzlich von der Bank of Scotland in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage haben 86% aller Menschen in Deutschland ab und zu Geld beiseite gelegt, meistens unter 200 EUR. Lediglich gut 13% der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands halten Anteile oder Anteile an Fonds. Demgegenüber ruhen 40 Prozent des gesamten Geldvermögens - über zwei Trillionen EUR - auf Sparheften mit Mini-Zinssätzen.

Aber auch die Aktie lässt sich leicht einsparen und hat selbst mit kleinen Beträgen in der Geschichte deutlich höhere Erträge erzielt als das Sparkonto. Zum einen musste das Geld umfassend am Kapitalmarkt angelegt werden, zum Beispiel über einen in Deutschland, Europa oder der ganzen Welt investierenden Beteiligungsfonds oder über einen börsengehandelten Fonds (ETF), d.h. ein Wertpapier, das lediglich einem umfassenden Aktienindex ohne kostspieliges Fonds-Management folgt.

Bei allem Absturz haben Anlagen in deutschen Blue Chips (Dax) in den letzten 50 Jahren immer ein positives Ergebnis gebracht, wenn das Geld mehr als 13 Jahre investiert wurde. So erreichten diejenigen, die 15 Jahre lang Anteile hielten, mindestens 2,4 Prozentpunkte pro Jahr (1964 bis 1979) und maximal 15,4 Prozentpunkte (1984 bis 1998).

Mit einer Haltedauer von 20 Jahren betrug die Bandbreite zwischen 5,4 und 13,5 Prozentpunkten pro Jahr. Investoren, die nicht auf einen Streich investieren, sondern regelmässig sparen, erzielen dank des so genannten Kosten-Durchschnitts-Effekts wesentlich schnellere Erfolge: Weil Investoren regelmässig die selbe Menge investieren, erwerben sie in Phasen hoher Preise weniger Aktien - und in Krisenzeiten mehr Aktien eines Wertpapiers.

Bei einem Investor, der mit wenig Geld auf monatlicher Basis in Wertpapiere anlegt, "ist der Zeitpunkt des Einstiegs daher vollkommen irrelevant", sagt Beck. Tausend Euros sind für eine Investition an der Wertpapierbörse nicht unmittelbar vonnöten. Zahlreiche direkte Banken - wie die Commerzbank-Tochter Comdirect oder die BNP Paribas-Tochter Cortal Consors - offerieren Sparprogramme, mit denen der Kunde ab 25 EUR pro Kalendermonat Aktienanteile an Fonds erwerben kann.

Wenn Sie wollen, können Sie die 25 Euros nur alle zwei oder drei Monaten bekommen. Investoren investieren proportional in mehrere hundert Anteile und verringern so das Kaufrisiko für einzelne Firmen. Niedrigverdiener können beispielsweise in gemischte Fonds (Aktien, Obligationen, vereinzelt auch Commodities in einem Papier) sowie in große Indices wie den Dax, den EuroStoxx oder den MSCI World weltweit investieren.

Mit Cortal Consors können Kunden beispielsweise zwischen 330 Investmentfonds, 80 Passivindexfonds (ETF) und auch Einzelaktien wählen, die sie dann in "Fragmenten" speichern. Die Comdirect verfügt aktuell über 350 Funds und 150 ETFs, s-Broker aus dem Sparkassenverband über 200 Funds und 140 ETFs. Bei der Kapitalbildung zählt jeder einzelne Punkt, vor allem über lange Zeiträume: Wer 20 Jahre lang monatlich 50 EUR (Kosten 1,5 Prozent) einspart und damit eine Verzinsung von 6,5 Prozentpunkten pro Jahr erreicht, hat am Ende 23.754 EUR auf seinem Bankkonto.

Schon nach 30 Jahren wären es 52.845 EUR. Der Dax verlor in den drei Dekaden zwischen 1983 und 2013 jedoch bis zu 8,3 Prozentpunkte pro Jahr, so dass sich 73.929 EUR im Portfolio befinden würden. Diejenigen, die dagegen 30 Jahre lang den gleichen Betrag (ohne Gebühren) auf ein Sparheft setzen und dort durchschnittlich drei Prozentpunkte, großzügigerweise berechnet, erhalten, kommen auf 29.009 EUR.

Im langjährigen Durchschnitt aß die Teuerung etwa 2,5 Prozentpunkte des Werts - und das jedes Jahr. So können beispielsweise 100.000 EUR in 20 Jahren nur gut 78.000 EUR sein. Vor allem bei kleinen Sparquoten können die Preise ein echter Mörder sein. Während in der Vergangenheit bei ETFs oft Mindesthonorare pro Sparquote und bei Funds mit höheren Ausgabeaufschlägen erhoben wurden, sind die Gebühren nun wesentlich geringer, die Depotverwaltung ist in der Regel kostenfrei.

So bezahlt jeder, der den Dax mit einem ETF bei Comdirect oder Cortalsonsors für 25 EUR pro Monat spart, 1,5 % des Kaufpreises, also 37,5 Cents. Der s-Broker der Sparbanken hat einen Anteil von 2,5 Prozentpunkten. Nichtsdestotrotz empfiehlt der Vermögensbildungs-Experte Beck Menschen, die Angst vor eigenen Entscheiden im Netz haben, "zu einer teueren Bank zu gehen, statt überhaupt nicht in Anteile zu investieren".

â??Wer nicht einmal kleine Beträge beschaffen kann, kann den Boss oft auch an seiner Kapitalbildung - Ã?ber kapitalbildende Errungenschaften (VWL) - mitwirken. Abhängig von der Branchen- oder Unternehmensvereinbarung erhöht der Dienstgeber das Entgelt um 6,95 bis 40 EUR pro Kalendermonat, wenn der Dienstnehmer das Geld sieben Jahre lang in ein Sparprogramm investiert (sechs Jahre Sparperiode, ein Jahr Ruhezeit).

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