Tagesgeld oder Fonds

Overnight-Geld oder Geldmittel

Beide Anlagen, Fonds und Tagesgelder, stimmen weder in Bezug auf die Laufzeit noch auf das Risiko überein. Sie können Ihr Vermögen aber auch einfach weiter wachsen lassen. "Ein mittelmässiger Fonds ist besser als Tagesgeld!" Natürlich, sagt Jessica Schwarzer, Autorin und Börsenfachfrau des Handelsblatts, in einem Gespräch. Yessica Schwarzer: (lacht) Warum ging es nicht?

Ging es in Ihrer Gastfamilie um Bargeld? Elisabeth Schwarzer: Meine Mutter war selbständig und ich bekam sehr frühzeitig ein verhältnismäßig hohes Geld, von dem ich auch alles zahlen musste, einschließlich Schulbüchern und Kleidung.

Deswegen habe ich sehr frühzeitig den richtigen Umgang damit erlernt. Bei Jessica Schwarzer: Ehrlich gesagt, nein. In gewisser Weise erscheint mir vor allem für den Mann etwas interessant. Aber auch die Frau sollte interessiert sein - angesichts der Gefahr der Armut bei älteren Menschen ist es geradezu nachlässig, sich nicht um ihr eigenes Vermögen zu sorgen. Es gibt viele Mütter, die sich auf ihren Lebenspartner für ihren Lebensunterhalt verließen und nach der Trennung mit fast nicht lösbaren Schwierigkeiten konfrontiert waren.

Möglicherweise haben die meisten Weiber mehr Furcht, angeblich dumme Sachen zu sagen? Es gibt keine dummen Sachen, wenn es um unser Bargeld geht! Absturz des Neuen Marktes im Jahr 2000, als auch viele Investoren mit der Telekom-Aktie viel Kapital einbüßten. Besonders Neueinsteiger an der Börse haben die Aktie damals nie wieder berührt.

Bei Jessica Schwarzer: Nach einigen wenigen Tagen haben wir mit einem Profit von 15 oder 20 Prozentpunkten abgesetzt - also waren wir weder in der Rally noch im Crash. Meinen Profit habe ich dann in andere Anteile angelegt. Wecken Sie keine falschen Hoffnungen oder ist es wirklich so einfältig? Bei Jessica Schwarzer: Viele denken, dass alles rund um die Wertpapierbörse unglaublich schwierig ist - und aus Furcht, das nicht zu begreifen, tun sie nicht.

Man muss sich natürlich etwas Zeit lassen und sich mit dem Problem auseinandersetzen. Bei Jessica Schwarzer: Der grösste Irrtum ist eigentlich, dass man sich nicht um sein eigenes Vermögen kümmert. Können Sie nicht gleich mit einem Sparprogramm für einen globalen Investmentfonds oder ETF beginnen? Besser als nichts ist das natürlich.

Auch ein mittelmässiger Fonds ist wohl besser als Tagesgeld - wer regelmässig in einen Fonds oder ETF investiert, kann über lange Perioden beeindruckende Erträge erwirtschaften. Ich habe oft gehört, dass es dafür kein Bargeld gibt. Ich wagte aber zu sagen, dass jeder Privathaushalt 25 EUR pro Tag oder mindestens alle zwei Jahre erspart.

Bei Jessica Schwarzer: Investieren Sie Ihr Kapital und lassen Sie sich nicht vom technischen Kauderwelsch abbringen. Jeder, der in eine Aktie investierte, hat sehr gute Renditechancen. Scheuen Sie sich nicht, uns zu befragen - es gibt keine dummen Sachen, es geht immerhin um Ihr Bargeld! Die Börsenexpertin Jessica Schwarz ist für das Handelsblatt da. "Die Themen "Einfach erfolgreiche Anlage" und "Leerguttaschen hin und her" (erscheint Ende Juli) wurden zum Themenkomplex Börsen- und Finanzanlage verfasst.

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