Staatsanleihen was ist das

Regierungsanleihen, was ist das?

Bei Staatsanleihen handelt es sich überwiegend um festverzinsliche Wertpapiere, die von Regierungen emittiert und von Investoren gekauft werden. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie sehr sich das Umfeld für Staatsanleihen verschlechtert hat. Aber was bringt die Zukunft? Doch heute ist der risikolose Zinssatz zu einem zinslosen Risiko geworden. Sie helfen dem Staat, seine Ausgaben zu finanzieren.

Wichtige Merkmale der Anleihe

Bei Staatsanleihen handelt es sich überwiegend um staatlich emittierte und von Investoren gekaufte Anleihen. Wie bei einem Darlehen bekommen die Erwerber der Schuldverschreibung einen Zins und nach einer festen Frist - z.B. zehn Jahren - das Kapital zurück. Regierungsanleihen werden zwar als eher sichere und "langweilige" Anlage betrachtet, aber das hat sich mit der Euro-Krise verändert.

Staatsanleihen sind grundsätzlich ein Gegenstück zu Industrieanleihen. Bei Staatsanleihen ist es die Öffentliche Verwaltung, die ihre Wertpapiere an die Anleger veräußert und sich damit selbst finanziert. Wie bei anderen Obligationen sind die Hauptmerkmale: Betrag (Emissionsvolumen), Fälligkeit, Zinssatz. Die Volumina liegen in der Regel im Milliardenbereich, die Laufzeiten liegen mittel- bis längerfristig zwischen fünf und 30 Jahren.

Auch wenn dies allein der Grund dafür ist, dass Obligationen mit einer ursprünglichen langfristigen Duration nur noch eine kurzfristige Restnutzungsdauer haben. Der Zinssatz für Staatsanleihen übersteigt den Zinssatz für Sparguthaben und ist in der Regel längerfristig hoch. Bei der Emission einer neuen Schuldverschreibung orientiert sich der Zinssatz ebenfalls an zwei Kriterien: zum einen am derzeitigen Zinssatzniveau am Finanzmarkt und zum anderen an der "Sicherheit" oder der Kreditwürdigkeit, die der Bund einbringt.

Wenn Anleger (oder der "Markt") die mittel- bis längerfristige Zahlungssicherung eines Landes nicht als sehr hoch einschätzen, fordern sie einen recht höheren Zinssatz - gleichsam als Gegenleistung. Mit anderen Worten: Länder mit hohem Rating (= geringes Ausfallrisiko) können einen wesentlich geringeren Zinssatz als Länder mit schlechtem Rating einführen.

Das Kreditwürdigkeitsrating ist abhängig von mehreren Einflussfaktoren, darunter die Gesamtstaatsverschuldung im Vergleich zu ihrer wirtschaftlichen Stärke (Schuldenquote), die jährliche Defizitentwicklung und ihr wirtschaftliches Wachstum. Nicht nur der gegenwärtige Status ist von Bedeutung, sondern vor allem die Perspektiven und Vorhersagen für die zukünftige Geschäftsentwicklung.

Deutsche Staatsanleihen gehören zu den sicherste Staatsanleihen der Welt. Staatsanleihen werden nach ihrer Begebung an der Wertpapierbörse gelistet und können daher auch an der Wertpapierbörse erworben (und verkauft) werden. Sie müssen eine Obligation nicht bis zum Ende ihrer Gültigkeitsdauer einhalten. Der Ertrag einer Schuldverschreibung errechnet sich aus dem (Kauf-)Preis, dem Nominalzinssatz und der verbleibenden Restlaufzeit.

Rating-Agenturen beurteilen regelmässig das Adressenausfallrisiko oder die Kreditwürdigkeit von Märkten und haben damit einen grossen Einfluß. Im Falle eines schlechteren Ratings muss ein Land einen erhöhten Zinssatz anbieten und seine Kredite werden teurer. Die Finanzkrise hat die EZB in Europa dazu veranlasst, Staatsanleihen von "wackeligen" Laendern wie Griechenland, Portugal, Spanien und Italien aufzukaufen, um zu verhindern, dass ihre Zinssaetze zu sehr in die Hoehe schnellen und letztendlich ihre Bonitaet auf dem Kapitalmarkt aufrechterhalten.

Die derzeitige Tiefzinspolitik der Notenbank trägt unter anderem auch dazu bei, die Zinsen an den Finanzmärkten tief zu halten. 3. Dies wird es allen Ländern erleichtern, ihre öffentlichen Finanzen zu konsolidieren. Durch die Fixierung des Anleihezinssatzes über die ganze Laufzeiten hinweg verschlingt eine höhere oder ansteigende Teuerung den Leitzins - die Realrendite wird dadurch nachteilig.

Zieht man die gegenwärtige Teuerungsrate von der Verzinsung ab, erhält man den Realzins der Anlage. Überlegen Sie, was die Hochsicherheit deutscher Staatsanleihen für Ihre Realrendite bedeutet: die Teuerungsrate im Jahr 2014 liegt derzeit bei rund 1%. Hier können Sie sich über die aktuellen Inflationsraten informieren.

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