In Indexfonds Investieren

Investieren in Indexfonds

Im Interview mit Eckhard Sauren "Keine Anlagestrategie ist fehlerfrei". So gewinnen Privatanleger das Spiel gegen die Finanzindustrie, E-Book inside (ePub, mobi oder pdf). So gewinnen private Investoren das Spiel gegen den Finanzsektor. Indexfondsgeschäft ist ganz einfach, wenn man sich an bestimmte Regeln hält.

Investieren Sie in Kernig: Nur gute Gewinne: Warum Indexfonds so billig sind | News

Diese Devise scheint von den Anbietern börsengehandelter Indexfonds, kurz ETF genannt, übernommen worden zu sein. Im Vergleich zur Wettbewerbssituation durch aktive verwaltete Investmentfonds zeichnet sich die Industrie bereits durch vorteilhafte Rahmenbedingungen für Investoren aus. Bei der ETF-Tochter gesellschaft der Deutsche bank, db X-trackers, reduzierte sich die Jahrespauschale für ausgewählte Indexfonds auf nur noch 0,09 Prozentpunkte.

Der weltweit größte Indexfonds-Anbieter namens eShares hat sogar ein neues Modell auf dem US-Standardindex S & P 500 für nur 0,07% im Programm. Die Palette der diskontierten Indexfonds können Sie für Ihre eigene Depot-Strategie optimal ausnutzen. Dies liegt daran, dass sich die Kostenreduktionen hauptsächlich auf die weltweit wichtigsten Aktien- und Rentenbarometer auswirken.

Oft stellen diese Erzeugnisse den Mittelpunkt eines Produktportfolios dar. Offensichtlich werben die Provider mit dem englischsprachigen Ausdruck "Core ETFs". Vieles ist zu sagen, um die wichtigsten Absatzmärkte als Grundlage eines Portefeuilles über ETFs abdecken zu können. Aber wenn die aktiven verwalteten Funds nicht in der Lage sind, ihre entsprechenden MÃ?

Das können Indexfonds tun. Bei diesen Produkten handelt es sich um passive Investmentprodukte, deren Performance darin liegt, einen Indikator so kostengünstig und präzise wie möglich abbilden zu können. So ist es kein Zufall, dass die billigen Indexfonds immer populärer werden. Es ist nun möglich, in eine große Anzahl von Staaten, Gebieten, Branchen oder Assetklassen zu investieren. Die ?uro am Sonntag wird vor diesem Hintergrund die Konzeption von Satelliten-Kernportfolios mit börsengehandelten Fonds vorstellen.

Der Grundgedanke ist einfach: In einer "Core-Satelliten-Strategie" wird nach deutscher Umsetzung ein Großteil des zu investierenden Vermögens in ein langfristiges Core Investment investiert. Im Asset Management ist es ein beliebter Ansatz, ETF-Kernanlagen in Satelliten-Kernportfolios durch aktiv gemanagte Investmentfonds zu komplettieren, die sich zum Beispiel auf Industrien oder bestimmte Anlagethemen ausrichten.

Ein solches Portfolio kann aber nur mit Hilfe von Investmentfonds aufgebaut werden. Derzeit sind mehr als 1000 Stück auf Xetra, der Plattform der Deutsche Börse, börsennotiert. Für ein breites, streuendes Portfolio brauchen die Investoren jedoch nicht so viel Wahl. Ein Indexfonds auf dem MSCI All Länder World, der neben den großen Industrieländern die bedeutendsten Emerging Markets umfasst, reicht für eine Basisanlage in den globalen Aktien- und Rentenmärkten aus.

Ein ETF kann als breiter diversifizierter Anleihepartner auf den Barclays Global Aggregate Index aufgesetzt werden. Wenn Sie sich für ein Kernportfolio entscheiden und die Höhe der Aktien- und Anleihekomponente bestimmt haben, können Sie das Portfolio durch gezielte Investitionen aufwerten. So fügt beispielsweise jeder, der die französische Wertpapierbörse als vielversprechend einschätzt, einen Indexfonds zu einem ETF auf den Weltaktienmärkten dem CAC40 bei", so Hecher, "wer sich für einen ETF auf den populären MSCI World für globale Aktienanlagen entscheidet, der die Börsen der bedeutendsten Industrieländer widerspiegelt, muss wissen, dass die USA in diesem Indizes mit über 50 % gewogen sind".

"Bei einem ETF sollte der Investor immer darauf achten, in welche Staaten oder Sektoren er investieren will, um große Überlappungen zu vermeiden", so Götz Kirchhoff, Managing Director des Dachfondsanbieters Avana Invest. Wenn sich der Investor für eine geeignete Unterteilung seines Vermögens in Kern- und Satelliteninvestitionen entscheidet, sollte er sich über einige weitere Aspekte im Klaren sein.

Erstens muss er sich darüber im Klaren sein, dass es unterschiedliche Konstruktionen von Fonds geben kann. Ersterer kauft alle Titel des zugrundeliegenden Indizes und spiegelt damit dessen Entwicklung wider. Bei den Swap-basierten Fahrzeugen hingegen wird mit einem Partner vereinbart, dass der Partner die Performance des jeweiligen Indexes bereitstellt. Diese müssen nicht notwendigerweise die Angaben im Register sein.

Der ETF muss die eventuell schwierig zu beschaffenden Titel nicht erwerben, sondern nur die Performance des jeweiligen Indexes tauschen. Dennoch geht der Tendenz bei den börsengehandelten Fonds klar in Richtung einer vollständigen Replikation der Produkte. Der Industrie musste klar werden, dass sich die Investoren mit diesen Erzeugnissen besser verstehen. Umsichtige Investoren wählen daher einen ETF, der Währungsrisiken durch Sicherungsstrategien ausklammert.

Eines sollten Investoren jedoch nicht vergessen: eine regelmässige Nachgewichtung. Wir empfehlen Ihnen daher, das Wertpapierdepot einmal im Jahr auf seine Originalgewichtung zurückzusetzen. Dabei werden so viele Titel in Form von aktienbasierten börsengehandelten Fonds veräußert, bis das anvisierte Verhältnis von Eigenkapital zu Obligationen wiederhergestellt ist. Das Redaktionsteam hat die Auswahl der Fonds nach den nachfolgenden Gesichtspunkten getroffen:

Eingesetzt wurden börsengehandelte Fonds, die sich am Risikoappetit des entsprechenden Investortyps ausrichten ("offensiv", "ausgewogen", "defensiv"). Der Kursverlauf der verschiedenen Fonds auf dem gleichen Referenzindex ist nicht immer derselbe. Präferiert wurden börsengehandelte Fonds, die über einen Zeithorizont von drei bis fünf Jahren ein bis zwei Prozent mehr für die Investoren generieren konnten als ihre Wettbewerber.

Damit haben die einbezogenen BTFs alle ein Gesamtvolumen von mind. 50 Mio. EUR. Und was sind BTFs? Sie benötigen keinen Verwalter und stellen nur einen 1:1-Index dar. Dies macht den Einsatz von Investmentfonds deutlich billiger als die aktive Verwaltung von Aktien. Ähnlich wie ihre aktive Seite sind sie Spezialfonds.

Damit ist das Anlegergeld auch im Falle der Zahlungsunfähigkeit der Kapitalanlagegesellschaft abgesichert. In der Regel werden börsengehandelte Fonds an der Wertpapierbörse gelistet. Das Indexprodukt kann über direkte Banken, Online-Broker oder Fonds-Discounter im Netz, aber auch über die hauseigene Bank bezogen werden. Letztere haben jedoch in der Regel wenig Lust auf den Vertrieb von börsengehandelten Fonds, da es aufgrund des fehlenden Ausgabeaufschlags keine Provisionen gibt.

Ähnlich wie bei aktiven Investmentfonds unterliegt auch die ETF der Quellensteuer. Rund ein Drittel der erhaltenen Erträge wird beim Vertrieb eines Treuhandfonds unmittelbar von der depotführenden Bank an die Finanzverwaltung abführt. Sollten jedoch beim Vertrieb eines Indexfonds Kursverluste entstanden sein, können diese mit anderen Ergebnissen ausgeglichen werden. Im Falle ausländischer reinvestierender ETF müssen Investoren sicherstellen, dass sie beim Vertrieb nicht zweimal versteuert werden.

Im Offensiv-Portfolio dominieren Anteile. In diese Anlagekategorie investieren zwei Dritteln der selektierten BTFs. Aufgrund seiner Offensivität wird kein ETF auf Staatsanleihen ausgegeben. Dabei werden die Wertentwicklungen des Welt-Aktienindex MSCI World und des Eurolandindex Euro Stoxx 50 abgebildet. Geeigneter Index: der Russel 2000, der die Entwicklungen derjenigen US-Unternehmen widerspiegelt, die den 1000 grössten US-Unternehmen in Bezug auf die Börsenkapitalisierung nachgehen.

Commodities zählen in jedes Offensiv-Portfolio; nach drei Jahren sind sie jüngst mit Kursverlusten wieder gestiegen. Ein ETF auf Basis von Private-Equity-Gesellschaften ist eine besondere Brancheninvestition. Die Ausgewogenheit des Portfolios sollte mehr Sicherheit bringen als die Offensivität, weshalb Obligationen hier stärker belasten. Bei dieser Fokussierung wird ein geringerer Risikoansatz als im Offensivportfolio verfolgt.

Der Fokus liegt jedoch weiterhin auf profitablen Investitionen. Wie im Offensivportfolio besteht die Eigenkapitalbasis aus einem ETF auf den MSCI World und einem Indexfonds für Anteile der grössten Firmen der Euro-Zone. Mit einem Indexfonds wird der Festzinsanteil im gemischten Portfolio um hochverzinsliche Anleihen erweitert. Abgesehen vom Finanzsektor wird in europäische Firmen angelegt, die als weniger zuverlässig eingestuft werden, d.h. nicht über ein Investmentgrade-Rating verfügen und dafür einen höheren Zinssatz haben.

Im Commodity-Bereich wird im Balanced Portfolio derselbe ETF verwendet wie im Offensivbereich. Für Nebenwerte wurde ein Deka-Indexfonds für den erst seit kurzem am Aktienmarkt erhältlichen und im Vergleich zum größten Wettbewerberprodukt sehr preiswert. Er bietet Zugriff auf 50 mittelgroße deutsche Firmen, die volatiler, aber längerfristig profitabler sind als die DAX-Unternehmen.

Der Schwerpunkt des Defensivportfolios liegt auf festverzinslichen Wertpapieren: Sie machen 60 % des Portfolios aus. Ein ETF trägt im Wesentlichen die Aktienkomponente zum MSCI All-Country-World Index bei. Im Gegensatz zum MSCI World umfasst dieser Aktienindex sowohl aus Industrie- als auch aus Entwicklungsländern. Da es den reinen ETF für Schwellenländer jedoch nicht mehr gibt, sind Aktien aus Schwellenmärkten im Defensiv-Portfolio weniger stark repräsentiert.

Mit einem ETF für Emerging -Markets-Anleihen sind Investoren an Schuldtiteln von Schwellenländern wie China oder Brasilien beteiligt - einschließlich Wechselkurschancen und -risiken. Darüber hinaus stützt sich der bereits im Balanced Portfolio für hochverzinsliche Anleihen eingesetzte ETF auf Rentenpapiere von europäischen Gesellschaften mit niedrigerer Kreditwürdigkeit. Die Aktienkomponente des Defensivportfolios wird durch einen Indexfonds für einen Defensivsektor erweitert.

Zusätzlich wird ein ETF auf die europäischen Immobilienunternehmen in das Portfolio miteinbezogen.

Mehr zum Thema