Finanztest Rürup

Wirtschaftlicher Test Rürup

Euro", sagte Hermann Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift Finanztest. Aber nicht alle Angebote sind gut, so das Magazin Finanztest. Die Rürup-Rente ist die einzige Möglichkeit, mit steuerlichen Anreizen für das Alter zu sparen. Die Rürup-Rente umfasst neben der klassischen Rürup-Rente auch die fondsgebundene Rürup-Rente. Der Produkttester von "Finanztest" hat die Rürup-Rente berechnet.

Finanzieller Test über Rürup

Der Finanztest vom 12. Januar 2011 enthält meiner Meinung nach lesenswerte Beiträge zum Rürup-Vertrag (die ich aber am Ende dieses Artikels kritisiere). Ab und zu werte ich Rürup-Verträge für Sie aus. Bisher waren dies nur reine Rentenversicherungen von Rürup, auch Basisrente oder Basisrente genannt. Was mir noch unbekannt war, war, dass es neben den traditionellen Rürup-Policen auch die folgenden gibt:

Rürup Fondssparpläne. Bei der Rettung von Rürup bekommt der Sparende riesige Steuergelder vom Land. Im Finanztest wird sie auf S. 20 berechnet. Dabei wird das Beispiel eines 40-jährigen Freiberuflers vorgestellt, der bei einem Rürup Vertrag jährlich 6000 EUR einspart und dafür eine Steuereinsparung von 1.815 EUR erfährt. In Wirklichkeit haben viele Rürup-Verträge jedoch so große Nachteile, dass es mehr Sinn macht, auf diese staatlichen Beihilfen zu verzichten. in der Tat.

Enorme Aufwendungen im Zusammenhang mit Rürup-Verträgen. Das heißt: Was bringt ein steuerlicher Vorteil von 1.815 EUR, wenn die mit dem Auftrag zusammenhängenden Aufwendungen 2000 EUR betragen? Das Fazit ist dann immer noch ein Defizit von knapp 200 EUR. Eine Rürup-Rente kann erst ab dem vollendeten sechzigsten Geburtstag in Anspruch genommen werden.

Eine Rürup-Rente ist nicht erbbar. Rürup-Verträge mit einer gewissen Hinterbliebenensicherung sind zwar vorhanden, aber das macht sie als Sparprodukt noch kostspieliger. Die Regel ist, dass ein Profi lange Zeit in einen Rürup-Vertrag zahlen kann, aber wenn er zu früh verstorben ist, ist seine ganze Familie leer ausgegangen.

Im Finanztest heißt es zu den Rürup-Verträgen: "Wie unsere Beispielberechnungen.... belegen, bedeutet dies eine Steuerersparnis in der Sparphase von Zehntausenden EUR. "Wie gesagt, ich habe mir noch nie einen Fondsvertrag mit Rürup näher angeschaut. Ich habe mich daher für die kritische Haltung des Finanztests zu diesen Verträgen interessiert.

Daß es neben den üblichen Rürup Rentenversicherungen auch Rürup-Sparpläne gibt, war mir, wie gesagt, bisher nicht bekannt. Vermutlich auch der restliche Teil des Landes, da landesweit zur Zeit nur rund 5000 Rüruper Fondssparpläne veräußert wurden (laut Finanztest, S. 26). An dieser Stelle möchte ich dem Interessenten nur die beiden Fonds-Sparpläne von Rürup nennen (ohne sagen zu können, ob sie wirklich gut sind): "DWS Grundlagerente Premium" Deka Grundlagerente "Deka-Zielgarant" und "Deka-Zielfonds" Schließlich aber eine kleine kritische Anmerkung zum Finanztestartikel (ab S. 20).

Die Überschrift des Beitrags lautet: "Pension for the Wealthy", Untertitel: "Rürup-Rente. Der Finanztestartikel ist im Hinblick auf die Rürup-Rentenversicherung in der Summe recht erfreulich. Der Finanztest hätte nur ein eigenes Beispiel ausrechnen müssen, um zu sehen, dass Rürup-Versicherungen oft nicht besonders interessant sind. Als Beispiel nennt der Finanztest einen heute 40-jährigen Selbstständigen, der jedes Jahr 6000 EUR in eine Rürup-Rentenversicherung zahlt.

Im Jahr 2011 wird ihm dies eine Ersparnis von 1815 ? einbringen. Wenn er bis zu seinem vollendeten Geburtstag eingezahlt hat, berechnet der Finanztest richtig, hat er geschätzte 57.714 EUR an Steuergeldern eingespart. Im Finanztest wird weiterhin davon ausgegangen, dass er ab dem Alter von 60 Jahren eine Rürup-Rente von 750 EUR pro Monat erhalte.

Dies sind 9.000 EUR pro Jahr, von denen etwa 2.736 EUR an Steuerabzügen abzugsfähig sind. Der Finanztest selbst berechnet dies alles richtig. Entscheidend ist aber letztendlich die Frage: Ist dieser Auftrag für die Selbstständigen am Ende des Tages lohnend? Merkwürdigerweise bleibt diese Fragestellung beim Finanztest aus.

Eines steht fest: Je früher der Mann tot ist, desto weniger hat sich der Vertrag von Rürup für ihn ausgezahlt. Ich habe also genau die Werte aus dem Finanztestbeispiel übernommen und bin zu den nachfolgenden Resultaten gelangt. Wenn der Mann jedoch im Alter von 72 Jahren verstorben ist, bringt ihm der Rürup-Vertrag eine Gesamtrendite von -3,74% (inklusive aller staatlicher Zuschüsse).

Wenn der Mann mit 77 Jahren verstirbt, hat ihm der Rürup-Vertrag eine Gesamtrendite von -0,65% einbrachte. Ist der Mann 80, hat sein Rürup-Vertrag eine Verzinsung von 0,39%. Wenn der Mann 85 Jahre und damit 8 Jahre über seiner Lebensdauer liegt, hat sich der erwähnte Rürup-Vertrag für ihn mit 1,52% p.a. ausgezahlt.

Um ehrlich zu sein, bin ich angesichts dieser Renditen, der insgesamt positiven Darstellung des Finanztests zum Rürup-Sparen, überrascht. Bei der Analyse von Rürup-Verträgen kommt man sehr oft zu dem Schluss: Ein einfaches, nicht staatlich finanziertes Tagesgeld-Konto ist meist profitabler als Rürup - und man hat den großen Vorteil, dass man einerseits zu jeder Zeit auf sein eigenes Konto zugreifen kann und andererseits im Fall eines frühzeitigen Ablebens die Angehörigen noch einen Teil der Ersparnisse haben.

Mit Rürup dagegen wird das Bargeld weggeschlossen und die Kinder erhalten meist gar nichts.

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