Widerstandslinie

Widerstandslinie

Es ist das Gegenstück zur Widerstandslinie und damit eine horizontale Linie im Diagramm. Die Widerstandslinien unterbrechen die Trendfortsetzung für kurze Zeit. Bei der technischen Analyse sind die Phänomene des Widerstands und der Unterstützung wichtig für die Preisprognose. Das sind Unterstützungs- und Widerstandslinien im Sinne eines technischen Analyseinstruments. Die Widerstandslinie für Wertpapiere ist definiert als Preisgrenzen, die aus chartanalytischen Gründen nur schwer nach oben zu durchbrechen sind.

Chart-Analyse: Support Line | Erläuterung der Support Line Begriffe

Durch die Verbindung der Tiefstwerte in einem Diagramm, die den gleichen Preis haben, wird eine Stützlinie gebildet. Die Hilfslinie ist immer eine waagerechte Linie. Niedrige Punkte, die eine ansteigende oder fallende Kante darstellen, können Trend-Kanäle oder andere Gebilde ausbilden. Wenn ein Preis eine vorhandene Widerstandslinie nachhaltig verletzt, wird er in eine Stütze für die zukünftige Preisentwicklung umgewandelt.

Der Stellenwert einer Supportlinie steigt, je häufiger die Preisentwicklung dies untermauert. Dies bedeutet, dass seine Signifikanz umso geringer ist, je weiter hinten er sich befindet, wenn er nicht bekräftigt wird. Der Stellenwert früherer Widerstände als Stütze resultiert aus dem Eigengewicht, das sie als Gegengewicht haben. Weil der Preis bei Erreichung einer Hilfslinie wieder steigt, wenn die Stütze nicht durchbrochen wird, erfolgt an der Hilfslinie eine Trendwende.

Wenn die Support-Linie erreicht ist, werden die Preise wieder steigen. Wenn die Preise weiter sinken, dann ist die Stütze zerbrochen. Aus der ehemaligen Stützungslinie wird dann Widerstände gegen einen Wiederanstieg des Aktienkurses. Deshalb werden die Anschläge bevorzugt mehr oder weniger nahe unter den Stützlinien platziert. Dieser Sachverhalt erläutert zum Teil die Auswirkungen der Unterstützungs- und Widerstandslinie, stellt aber ein Risiko für den Anleger dar.

Wenn die Stoppkurse erreicht sind, werden Verkaufsaufträge ausgelöst, die bei ungenügendem Interesse zu weiteren Kursverlusten führt. Wenn ein Stopp zu nahe an der Stütze platziert wird, kann dies zu einem ungünstigen Verkaufszeitpunkt, d.h. zu einem Tiefpunkt werden.

1.4 Widerstand und Träger

Basierend auf dem Trendkonzept und der Dow-Theorie können im Verlauf des Preises auffällige Preisniveaus ermittelt werden, bei denen der Kurs wieder ansteigen (Unterstützung) oder wieder abfallen kann (Widerstand). Wir haben bei der Darstellung der Trendrichtungen festgestellt, dass sich Tendenzen in einer Reihe von gezackten Höhen und Tiefen verschieben und dass die Ausrichtung dieser Höhen und Tiefen die Tendenzrichtung vorgibt.

Streng genommen werden diese gezackten Reaktionstiefen und -höhen auch als Support und Resistance betrachtet. Bild 4 veranschaulicht am Beispiel eines steigenden Trends die Auftriebskräfte. Das Reaktionstief unterstützt den Verlauf. Bei den Stützen ist der Einkaufsdruck höher als der Absatzdruck, der Preis erhöht sich (siehe Support 1). Zwischenhöhen, die nach dem Abwenden von einem Träger wieder erstrebt werden, formen Wiederstände.

Beim Widerstand ist der Preisdruck größer als der Einkaufsdruck und der Preis sinkt, bis er eine Stütze erreicht (siehe Stütze 2), bei der genügend Interesse am Kauf vorhanden ist, um den Preis wieder ansteigen zu lassen. 2. Die Widerstandslinien stören die Fortsetzung des Trends für kurze Zeit. Sie werden später übertroffen, d.h. wenn ein entsprechendes Kaufverhalten herrscht.

Bei einem Abwärtstrend, s. Abb. 5, gilt das gleiche Prinzip umgekehrt. Als Reaktionshöhen werden Widerstand und als Zwischentöne Stützpunkte verwendet. Der Support ist nur vorübergehend und wird bei entsprechendem hohem Druck zu einem späteren Termin übertroffen. Eine Aufwärtsbewegung kann nur dann weitergehen, wenn jedes Reaktions-Tief (siehe Unterstützungslinie) größer ist als das vorherige Reaktions-Tief.

Darüber hinaus muss ein beliebiges vorläufiges Hoch über dem bisherigen vorläufigen Hoch liegen, um den Aufwärtstrend fortzusetzen. Siehe dazu noch einmal Bild 4. Jegliche bisherige Widerstandslinie, die durchbrochen werden muss, um die Fortführung des Aufwärtstrend sicherzustellen, muss als entscheidend erachtet werden. Wenn nämlich bei dieser vorherigen Widerstandslinie nicht genügend Kaufkraft vorhanden ist, um den Preis über die Widerstandslinie zu drücken, oder wenn der Preis diese Grenze nur für kurze Zeit überqueren kann, dann wird ein doppeltes Top gebildet.

Aus dieser Doppelspitze ergibt sich eine Trendwende, sobald das bisherige als Stütze dienende Reaktions-Tief erreicht ist (siehe Bild 6). Gleiches trifft für einen Negativtrend zu (siehe Abb. 7), wenn eine Stütze (siehe Abb. 2) keinen ausreichenden Vertriebsdruck mehr aufbauen kann und der nachfolgende Kaufzwang den Preis über einen früheren Widerstandswert hinausführt (vgl. Abb. 2).

Im vorigen Diagramm wurden frühere Tiefstände als Support und frühere Höchststände als Resistance bezeichne. Doch was wird aus diesen Stützen, wenn eine Trendwende - zum Beispiel in Gestalt eines doppelten Bodens oder einer Doppelplatte - eintritt? Stützen und Resistoren wechseln ihre Rolle. Das heißt, eine Stütze wird zu einem Widerständler und ein Widerständler zu einer Stütze.

In den Bildern 8 und 9 ist das Rollentauschprinzip zwischen Stütze und Widerständen sehr gut dargestellt. Bei einer signifikanten Verletzung eines Widerstandes ändert er seine Aufgabe und dient als Stütze bei einer nachfolgenden Preisbewegung. Dieser Grundsatz trifft umgekehrt auf die Stütze zu: Wird eine Stütze deutlich verletzt, setzt sie ihre Aufgabe um und wirkt als Widerstände bei einer nachfolgenden Preisbewegung auf die frühere Stützlinie.

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