Schiffsfonds Pleite

Schiffsfondskonkurs

Wir sprechen von Schiffsfonds, einer Anlageklasse, die lange Zeit Insidern und erfahrenen, gut betuchten Anlegern vorbehalten war. Viele Schiffsfondsinvestoren stellen sich diese Frage während der Krise. Es muss für Tausende von Investoren in Schiffsfonds wie Spott klingen. Was bleibt, ist ihr Fonds, der zwangsläufig in Konkurs gehen wird. Reedereifonds Nach dem Konkurs des Reeders unter Wasser.

Der Schiffsfonds ist pleite?

Es handelt sich um Schiffsfonds, eine Assetklasse, die lange Zeit für Insider und erfahrene, gut situierte Investoren reserviert war. Anfang des neuen Jahrtausends wurden die geschlossenen Schiffsfonds zu einem Massengut. Hunderttausende Privatanleger schlossen sich den Mitteln an, Millionen strömten in den Bereich, angelockt durch die Renditezusagen.

Das Jahr 2008 und die US-Kreditmarktkrise mit dem Einbruch von Lehman Brothers folgten. Der globale Konjunktureinbruch hatte katastrophale Folgen für die Seeschifffahrt. Bei vielen Schiffen, die aus geschlossenen Mitteln finanzierten, war dies viel zu lange zu spät. in der Vergangenheit. Außerdem sind die Kosten trotz des Preisanstiegs für die Reedereien auf der ganzen Linie noch lange nicht ausreichend.

Zahlreiche Schiffstypen sind nicht in der Position, neben den Betriebskosten auch die für die Zins- und Darlehensrückzahlung erforderlichen zusätzlichen Erträge zu erzielen, geschweige denn die Gewinnbeteiligung ihrer Eigner. Die im DAX notierte Bank ist einer der größten inländischen Kreditfinanzierer in der Schifffahrt und trägt seit Jahren Milliardenrisiken aus diesem Engagements.

Von der Welle der Insolvenzen sind vor allem inländische Investoren betroffen, da sie viele Millionen in die Investitionen investierten. Dementsprechend sind in Deutschland bereits viele Millionen Menschen umgekommen. Laut einer von Deutscher Fondsresearch veröffentlichte Untersuchung sollen 212 Boote zahlungsunfähig sein. Fonds-Experte Wolfhart Fabarius erwähnte bereits Ende November in der Zeitschrift Managers Magazine die Anzahl von 300 in Konkurs geratenen Booten und von Verlusten für Investoren im Wert von mehr als 4 Mia.

Erleichterung ist nicht in Sicht: Für Anleger, deren Gelder im verschlossenen Schiffsfonds angelegt sind, ist die Zeit des Leidens noch lange nicht zu Ende. Wesentliche konjunkturelle Schwungkraft für die Seeschifffahrt ist nicht zu befürchten. Für viele Schiffstypen wird dies zu spaet sein, so dass eine ganze Serie weiterer Zahlungsunfaehigkeiten auf der Tagesordnung sein wird.

Das ist eine schlimme Nachricht für die Investoren, auch wenn "ihr" Boot noch nicht von der Insolvenzwelle getroffen wurde. Der BGH hat erst im vergangenen Jahr in einem Grundsatzurteil die Rechte der Investoren verstärkt. Gewinnausschüttungen können nach dem Ermessen nur dann zurückverlangt werden, wenn dies im Gesellschaftsvertrag ausdrücklich vorgesehen ist.

Häufig lobten Consultants die Schiffsfonds bei langfristigen Anlegern als eine hochverzinsliche und zukunftssichere Anlage, was sich seit langem als Irrtum erweist. Für den Investor wird es dadurch schwieriger zu entscheiden, ob er ein angeblich attraktives und vor allem für den Ratgeber lohnendes Angebot erhält. Welches Emissionshaus war im Schiffsfondsbereich besonders aktiv: - HCI Capital AG; Welche Entscheidungen über Schiffsfonds gibt es: Das wohl bedeutendste für alle Schiffsfondsinvestoren, die ab 2008 einen geschlossenen Fond erworben haben, wird voraussichtlich ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamburg sein:

Diese Entscheidung wurde 2013 getroffen und ist von wegweisender Wichtigkeit. Sie kann auf viele Schiffsfonds angewendet werden, die nach Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrisen vermarktet wurden. Ein Investor, der sich an der Firma M. Läuterjung beteiligt hat.

Der Angeklagte war treuhänderisch als Kommanditist für diesen Schiffsfonds tätig. Die Entscheidung des Oberlandesgerichtes stammt vom 3. September 2013 (Az. 13 U 15/11). Der jetzt vorliegende Prospekt vom 5. Juni 2008 stellt nach Ansicht des Gerichts das Umfeld zu günstig dar - für Schiffsinvestitionen im Allgemeinen und für Multifunktionsfrachter im Speziellen.

Beim Beitritt im Jänner 2009 hätte klargestellt werden müssen, dass der Schifffahrtsmarkt keinesfalls als überaus günstig angesehen werden kann. Als Kommanditist der Treuhand hat er entschieden, auf die Änderungen im Schifffahrtsmarkt infolge der Finanzmarktkrise hinzuweisen. Der Berufungsgerichtshof kam nach einer Expertenanhörung zu dem Schluss, dass die Frachtsätze seit dem Lehman-Konkurs zuletzt im Frühjahr 2008, der bereits im Jänner 2009 einen Tiefstand erreichte, massiv gesunken waren.

Die Entscheidung ist von grundlegender Wichtigkeit, da sie auf viele Schiffsfonds angewendet werden kann, die seit Oktober 2008 vermarktet werden. Bei Anlegern, die ihre Beteiligung nach der Lehmann-Krise übernommen haben, bestehen damit sehr gute Aussichten auf eine Stornierung des Kaufs in Rechtsstreitigkeiten. Die Verkäufe der Investitionen basierten häufig noch auf den vor der Lehmann-Krise im vergangenen Jahr erstellten Verkaufsprospekten.

Damals freuten sich die Emittenten wohl über jedes einzelne Boot, dass sie es auf diese Art und Weise in geschlossene Investmentfonds "entsorgen" konnten und unternahmen natürlich keine besonderen Anstrengungen, um die Investoren ausführlich über die neuen Gefahren oder neue Marktbedingungen zu informieren. Wenn Sie also zwischen Ende 2009 und Anfang 2008 eine Schifffahrtsinvestition erworben haben, ist es auf jedenfall lohnend, sich von einem Anwalt beraten zu lassen.

Wie viel kosten eine Schadensersatzklage oder Stornierung einer Schiffsbeteiligung: Schiffsfonds - Was sind die Schadenersatzklagen? Wie Sie gerichtlich vorgehen können, hängt weitgehend davon ab, wo Sie Ihren Anteil erworben haben. Haben sie ihre Anteile von ihrer Bank erworben, haben sie ganz andere Entschädigungschancen als wenn sie ihre Anteile am Schiff über eine Internet-Vertriebsgesellschaft erwerben.

Ein Schiffsinvestment bei Ihrer Bank kaufen: Hier sind Ihre Möglichkeiten am besten. Es muss nicht nur die Investition selbst vorab auf Glaubwürdigkeit überprüfen, sondern auch entscheiden, ob diese Investition für Sie als Investor geeignet ist. Manche Kreditinstitute haben Schiffsanlagen übermäßig veräußert und nicht wirklich überprüft, ob diese Investition für den jeweiligen Auftraggeber geeignet war.

Wenn die Schiffsanteile als Alterssicherung an Sie veräußert wurden und solche Aussagen wie "Sie sind sicher", "Das Einkommen ist sicher", "nichts kann geschehen, das ist ein Sachwert", "Schiffe haben immer einen Wert" und zugleich wurde das Totalverlustrisiko verdeckt oder verharmlosend dargestellt, dann sind ihre Entschädigungschancen wahrscheinlich nicht schlecht.

Häufig haben Kreditinstitute hohe Entgelte von Emissionsgesellschaften für den Verkauf von Schiffsfonds eingezogen. Hier gibt es nun ebenfalls höchste Gerichtsurteile, die dem Investor im Falle des Verheimlichens von so genannten Kickback-Zahlungen Schadensersatz zuerkennen. Falls sie Ihnen über Internet-Verkäufe Gelder für den Versand zur Verfügung gestellt haben, dann in der Regel, weil sie auf eine gute Konditionenberatung verzichtet haben.

Die Verteilungsdokumente für solche Verteiler waren in der Regel ein Flugblatt und ein Verkaufsprospekt oder der Gründungsvertrag der Reederei. In vielen Prospekten von Schiffsanlagen sind Fehler im Verkaufsprospekt enthalten. Viele Schiffsfonds wurden bereits verurteilt. Daher sollten sie sich fragen, ob andere Investoren die Klage bereits bei ihrem Schiffsfonds erhoben haben.

Kann man sich mit einer Schiffsfondsbank messen? Erfahrungsgemäß müssen Sie als Investor in den vergangenen Jahren selbst aktiv werden.

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