Zweitmarkt Schiffe

Sekundärmarktschiffe

Seit einiger Zeit haben Anleger die Möglichkeit, ihre Anlagen frühzeitig auf dem Zweitmarkt zu verkaufen. Der Handel mit Immobilien, Schiffen und anderen Vermögenswerten. Durch den jungen Sekundärmarkt für geschlossene Fonds ist die Anlageklasse fungibel geworden, so Björn Meschkat, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Zweitmarkt AG. Die Nordcapital handelt mit Schiffen, Immobilien und Private Equity, auch von anderen Emittenten.

Schiffsbeteiligungen sind ausgelöscht? Auf dem Sekundärmarkt nicht!

Über 1.400 Schiffsbeteiligungen werden als Gebrauchtanlagen offeriert. Die Schifffahrtsmärkte waren schon immer unbeständig. Aber die gegenwärtige Schifffahrtskrise ist beispiellos. Doch hat das wirklich Auswirkungen auf alle je ausgegebenen Schiffsgelder? Ist keiner der mehr als 1.400 auf dem Sekundärmarkt angebotene Schifffonds gut? Es gibt jene Schifffonds, die gut laufen, die völlig entschuldigt wurden, den Investoren viel Vergnügen bereitet haben und immer noch in gutem Wasser segeln.

Diese " Pearls " werden im Laufe der Krisenzeit jedoch oft unter ihrem Preis auf dem Sekundärmarkt verkauft - man muss sie nur suchen! Beispielmotorschiff "Michelangelo Star" Im Jahr 2015 wurden 56% des Nennwertes des 8.500 TEU-Containerschiffes MS "Michelangelo Star" auf dem Sekundärmarkt verkauft. Bis 2020 lief die im derzeitigen Vergleich überdurchschnittlich hohe Lukrativcharter der weltgrößten Schifffahrtsgesellschaft, so dass das Boot bis dahin schuldenfrei gewesen wäre.

Bis zum Abschluss der Transaktionen bekamen die Originalzeichner Zahlungen in Hoehe von 55% des Nennwertes. Auf den Nennbetrag wurde bereits eine weitere Zahlung von 12% geleistet. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals beträgt 21,4 Prozentpunkte. Noch besser wurde es: Nur acht Monate nach der Übernahme des Sekundärmarktanteils haben die Aktionäre von Michelangelo Star das Kaufangebot eines Asienkonsortiums für 115% des Nennwerts im Jahr 2016 angenommen.

Nach weniger als einem Jahr beträgt dies rund 206% des investierten Kapitals des Zweitmarktanlegers. In der oft gewinnbringenden Anfangsbeschäftigung ist es vielen Schiffen nicht gelungen, ihre Schulden vollständig zu begleichen. Auf dem konjunkturabhängigen Schifffahrtsmarkt können jedoch oft nur solche Raten erreicht werden, die die operativen Kosten - wenn überhaupt - kaum ausgleichen.

Schiffe, die an feste Gesellschafter dauerhaft gechartert sind oder völlig schuldenfrei und mit ausreichender Liquiditätsausstattung sind, sind deutlich widerstandsfähiger gegen den niedrigen Kurs. In der vorbildlichen Größenordnung betragen die Betriebs- und Unternehmenskosten ohne Kapitalservice rund USD 9.000 pro Tag - oft zwischen USD 22.000 und USD 25.000 mit Kapitalservice - zu viel, wenn das Boot in einem schlechten Umfeld gechartert wird.

Bei den Schiffsinvestitionen gehen die Preise und die Nachfragesituation weiter zurück. Gegenwärtig können entschuldigte Schiffe nicht nur ohne die Belastung durch Fremdkapital, sondern auch nahezu zum Schrottwert - wenige Jahre vor dem tatsächlichen Nutzungsende - erworben werden. Mit dem Kauf, der weit unter dem historischen Wert des Schiffes liegt, stehen auch im Falle einer Erholung des Marktes die Aussichten auf höhere aktuelle Zahlungen in Relation zum investierten Vermögen.

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