Geldanlage ohne Risiko

Investieren ohne Risiko

Deshalb die berechtigte Frage: Gibt es eine Investition, die risikofrei ist und trotzdem das Vermögen wachsen lässt? Ein hochverzinsliches Investment ist immer mit einem höheren Risiko verbunden. Ihr Geld in anderen EU-Ländern ohne Risiko, aber mit den höchstmöglichen Zinssätzen anlegen wollen. Geld für Kinder anlegen - mit möglichst geringem Risiko! Investieren Sie sicher oder profitieren Sie aktiv von Kursschwankungen?

Mikrofinanzierung - eine Investition mit Verstand und ohne Risiko?

Microfinance - eine Investition mit Verstand und ohne Risiko? Das Einkommen ermöglicht es der einzigen Frau, "für Bildung, Essen, Bekleidung und Pacht ihrer Kleinen zu bezahlen" - so und so werben auch private Investoren für eine Investition in den Mikrofinanzsektor. Mikrofinanzinvestitionen werden als krisenfeste und gewinnbringende Investition betrachtet. Die Geschäfte mit der armen Bevölkerungsschicht in Schwellenländern haben ein gutes Bild, denn "Hilfe zur Selbsthilfe" scheint eine vernünftige Investition zu sein.

Allerdings sollten Investoren darauf achten, wem sie ihr Vermögen überlassen und ob ihre Idee eines gesellschaftlichen Effekts tatsächlich verwirklicht wird. Mikrofinanz ist eine Art der Kreditvergabe in Entwicklungs- und Entwicklungsländern an arme Menschen und Kleinstunternehmen mit relativ geringen Anteilen. Mit Mikrokrediten wird diesen Menschen und Firmen Eigenkapital und Zugriff auf das Finanzwesen gewährt.

Die für Kleinstkredite benötigten Mittel werden unter anderem von privaten Investoren beschafft. Soziale und risikoarme Anlagemöglichkeiten werden von den Anbietern versprochen. Investitionen können beispielsweise durch den Ankauf von Fondsanteilen, durch den fiduziarischen Anteilserwerb an einer Kooperative oder durch den organisierten Verleih an die Darlehensnehmer getätigt werden.

Investitionsfonds, die in den Mikrofinanzsektor anlegen, werden als Microfinance-Fonds bezeichnet. Von den Investoren erhalten sie über lokale Mikrofinanzinstitutionen Gelder für die Vergabe von Mikrokrediten. Die von Privatinvestoren investierten Gelder werden nicht direkt als Mikrodarlehen in den oben erwähnten Anlageformen gewährt, sondern der Anleger stellt das Kapital den lokalen Mikrofinanzpartnern in Form eines Darlehens zur Verfuegung.

Zum Beispiel verwenden lokale Mikrofinanzinstitutionen das Kapital, um dem Schreiner aus einem bolivianischen Ort, der seine Produkte erweitern will, oder einer Kooperative aus den Bergregionen Perus, die ihren Alpaka-Bauern einen fairen Preis ausbezahlt. In jedem Falle muss sich ein Anleger vor der Anlage mit zwei Fragestellungen auseinandersetzen: Entspricht die Anlagedauer, die Verzinsung und das Risiko seinen Vorstellungen?

Und hat sie den gleichen Anspruch, die Ärmsten als Beiträge zu einer faireren Umwelt anzuerkennen? Wie jede andere Finanzinvestition muss auch eine Anlage im Mikrofinanzsektor nach den bekanntesten Gesichtspunkten bewertet werden: Er muss sich dafür einsetzen, ob er das Risiko dieser Anlage zu übernehmen gedenkt, ob die gebotene Frist zu seinem Lebensentwurf paßt und ob die versprochenen Zinsen weniger anfallen und seinen Renditeerwartungen entsprechen.

Wie bei jedem Fond fallen beim Erwerb von Mikrofinanzmitteln anfallende Mehrkosten an, die erst durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden müssen. Der Rückzahlungsbetrag der Genossenschaftanteile nach der Beendigung beträgt nur den Bilanzansatz, so dass es möglich ist, dass weniger als das investierte Kapital erstattet wird. Im Mikrofinanzsektor werden die Gefahren insbesondere in Krisenzeiten von Finanzmärkten und Staatsschulden als gering bezeichnet, da sie von der wirtschaftlichen Situation auf den Weltfinanzmärkten abhängig sind.

Der Nachteil der verhältnismäßig zuverlässigen Rückführung von Mikrokrediten ist der gesellschaftliche und ökonomische Zwang, unter dem viele Kleinstkreditnehmer sind. Der Ertrag für Microfinance-Fonds und andere Formen der Investition in Microfinance ist moderat. Fest steht, dass die Zinssätze für Kleinstkredite sehr hoch sind; im Durchschnitt werden 35 % von Mikrokreditnehmern einfordert!

Die Investoren müssen daher überlegen, ob sie diese marktorientierte Art der Entwicklungszusammenarbeit mittragen. Es wird vor allem bemängelt, dass die Kreditvergabe an die Ärmsten keine dauerhafte Unterstützung darstellt, sondern nur eine Schuldenfalle darstellt. Kommerzielle Banken und Kredithai machen auch mit den zusätzlichen Mitteln, die in der EU zur Verfügung stehen, Handel.

Wird der Mikrokredit von umsichtiger und verantwortungsvoller Ratschläge begleitet, werden die Schuldner in grundsätzlichen Fragestellungen der finanziellen Planung und Unternehmensführung ausgebildet und werden die Lebensumstände und Bedürfnisse des Individuums berücksichtigt, kann der Mikrokredit das Leiden der Armen mildern und die Grundlage für eine Selbstbestimmung sein.

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