Buchwert

Bilanzwert

Unter dem Buchwert versteht man das Gesamtvermögen eines Unternehmens, das entweder als finanzieller Vermögenswert oder als Vermögenswert durch den Buchhalter nachgewiesen werden kann. Beim Kauf eines anderen Unternehmens zahlt es in der Regel einen höheren Preis als den Buchwert oder das Eigenkapital. Die Buchwerte helfen bei der Bewertung von Aktien und Unternehmen. Der Buchwert entspricht nach gängiger Definition dem Wert des in der Bilanz ausgewiesenen Eigenkapitals. Die Buchwerte sind die auf der Aktiv- und Passivseite der Bilanz ausgewiesenen Beträge.

Buchwertdefinition| Gründungsszene

Wie hoch ist der Buchwert? Unter dem Buchwert versteht man das Gesamtvermögen eines Betriebes, das entweder als finanzieller Vermögenswert oder als Vermögenswert durch den Bilanzbuchhalter nachgewiesen werden kann. Dieser Buchwert wird auch als Restbuchwert oder Bilanzansatz bezeichnet und korrespondiert mit dem vom Händler berechneten Vermögenswert. Im Zusammenhang mit den Anschaffungs- und Herstellkosten ändert sich der Buchwert über die folgende Nutzungsdauer.

Beim Buchwert eines Betriebes handelt es sich im Wesentlichen um das bilanzielle Ergebnis. Deshalb steht in ungünstigen Zeiten die Kennziffer für die Unternehmenssubstanz (gleichgesetzt mit dem Buchwert) im Fokus von Investoren und Wirtschaftsprüfern. Wenn der Wirtschaftsprüfer eines Betriebes den Unternehmenswert über dem Börsenwert einschätzt, wird dies als Kurs-Buchwert-Verhältnis bezeichnet.

Entspricht der ermittelte Buchwert dem Verkehrswert, steigt der Kurs für das Gesamtunternehmen. Ein Immobilienunternehmen kauft ein Stück Land in der Mitte der Stadtmitte im Gegenwert von 300.000.000 ?. Zuvor bleibt der tatsächliche Buchwert des Grundstückes bei 300.000.000 ?.

Wie hoch ist der Buchwert? Böhm's DAX-Strategie

Wichtigstes Bewertungskriterium für die Aktie an der Wertpapierbörse ist der Erfolg des betreffenden Unternehmers als Grundlage für Kennziffern wie das KGV. Anteile von Firmen, die einen großen Profit erwirtschaften, besonders ertragreich sind oder eine hohe Dynamik des Wachstums zeigen, werden an der Wertpapierbörse stärker bewerte. Was aber, wenn die Firmen keinen Profit machen oder wenn die Perspektiven für das gesamte Unternehmertum oder die Gesamtwirtschaft sehr düster sind?

Damit ist der Ertrag als Variable für die Aktienbewertung kaum mehr geeignet. Vor allem nach heftigen Kursverlusten an den Börsen, wie 2001 und 2008, oder auch während makroökonomischer Krisen stellt sich zunehmend die Frage: Was ist die Unternehmenssubstanz? Ist der Aktienkurs unter dem Nettoinventarwert und ist die Beteiligung daher einen Kauf wert?

Die Buchwerte sind ein Maß für die wirtschaftliche Bedeutung eines Vorhabens. Das Nettoinventarwert ergibt sich aus der Gesamtheit der zu Marktwerten bewerteten und um Fremdkapital verminderten Vermögenswerte eines Betriebes. Das ist der Kaufpreis, den ein potentieller Erwerber zu bezahlen gedenkt, wenn er das Geschäft zerschlägt und die Vermögenswerte (Immobilien, Anlagen, Patenten, etc.) individuell verkauft.

Dies heißt aber auch, dass der Gesellschaft als solcher kein eigener Firmenwert (auch "Goodwill" genannt) gewährt wird. Normalerweise hat ein Betrieb jedoch das Potential, Gewinn zu machen und eine Eigenkapitalrendite zu erwirtschafte. Damit ist der Firmenwert in der Regel größer als der Einzelwert.

Erwirbt ein einzelnes Mitglied ein anderes in der Regel einen höheren Kurs als den Buchwert oder das Kapital. Der den Buchwert (d.h. die Bilanzsumme) überschreitende Erwerbspreis wird in der Konzernbilanz als Geschäfts- oder Firmenwert ("Enterprise Value") ausgewiesen. Ab wann lohnt sich der Erwerb einer Stückaktie?

Was ist der wirkliche Aktienwert? Welche Fallstricke gibt es beim Buchwert? Der Buchwert ist grob gesagt in etwa gleich dem Kapital eines Betriebes. Der Buchwert ist jedoch nur eine Annäherung an den inneren Unternehmenswert. Beispielsweise kann das Untenehmen über nicht erfasste Vermögenswerte wie einen Namen eines bestimmten Herstellers oder Produkts verfügten, die im Fall einer Ausgliederung gesondert veräußert werden könnten.

Damit können die Bestände im Fall einer Auflösung deutlich weniger Umsatz generieren als ihr Gegenwert. Kein Wunder also, dass die Übernahmeverhandlungen so lange andauern und die Preiserwartungen oft sehr unterschiedlich sind. Dividiert man den Buchwert durch die Zahl der Anteile, erhält man den Buchwert je Teilaktie.

Das Verhältnis zwischen dem Kurs und dem Buchwert je Stückaktie ist dann das Kurs-Buchwert-Verhältnis (PBC). Der PBC ist im Unterschied zu Kennzahlen wie dem KGV oder dem Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCF) kein Maß für die Ertragsstärke des Konzerns, sondern für den Net Asset Value. Ein Anteil sollte nicht unter dem Buchwert je Anteil notiert werden, da es sich dann lohnt, das eigene Haus zu erwerben, aufzulösen und die einzelnen Teile zu verkaufen.

Der Buchwert je Stückaktie wird daher oft als "Mindestpreis" für die Anteile eines Unternehmers oder als untere Preisgrenze angesehen. Ist die PBC unter 1,0, wird das Wertpapier an der Wertpapierbörse unter dem Buchwert angesetzt. Einfaches Fazit: Eine Beteiligung mit einem PBC unter 1,0 lohnt sich. Weshalb ist der Buchwert je Stückaktie keine untere Grenze für den Kurs?

Möglicherweise unterschreitet der Börsenkurs eines Unternehmen den Buchwert je Stückaktie (der PBC ist unter 1,0). Da es sich um ein "absolutes Kaufkriterium" im Sinne von "Preis unterschreitet Buchwert je Stückaktie, d.h. kaufen" handelt, ist dieses Verhältnis - bedauerlicherweise - nicht geeignet. Daher kann der Buchwert je Stückaktie nicht allein als Kursuntergrenze herangezogen werden.

Es ist möglich, dass einige Aktiva nicht in der Konzernbilanz enthalten sind, andere nicht zu Marktwerten und andere gar nichts nützen. So lagen die Bankaktien nach der Finanzmarktkrise 2008 jahrelang unter dem Buchwert je Titel, da viele der bilanzierten Aktiva (z.B. Anleihen) am Kapitalmarkt faktisch nichts nützten.

Darüber hinaus bestand für viele Investoren das Kursrisiko einer weiteren Verschlechterung der Finanzmarktkrise, weshalb sie die Anteile trotz des geringen Kurs- und Buchwertverhältnisses nicht gekauft haben. Wie man sieht: Wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist auch das Kurs/Buchwert Verhältnis besonders geeignet, um Titel aus der gleichen Industrie zu vergleichen. Ab wann lohnt sich der Kauf einer Stückaktie?

Was ist der wirkliche Aktienwert? Vor allem nach heftigen Kursverlusten und in Zeiten der Krise können Sie das Kursbuchwertverhältnis nutzen, um günstigere Titel herauszufiltern. Allerdings sollten Sie ein starkes Mißtrauen gegenüber dem in der Konzernbilanz angesetzten Buchwert haben; außerplanmäßige Wertberichtigungen können ihn z.B. zeitnah mindern. Insbesondere bei Titeln mit einem sehr geringen Kurs/Buchwert Verhältnis sollten Sie mehr über das Untenehmen erfahren, um den Hintergrund für die niedrige Wertermittlung zu eruieren.

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