Synthetische Indexfonds

Kunststoff-Indexfonds

Es wird grundsätzlich zwischen "synthetischen" und "physischen" Indexfonds unterschieden. Die ETFs ("Indexfonds") unterscheiden sich zum Teil erheblich in ihrer Struktur. Es ist nicht jeder ETF im Besitz der Aktien des Index, den er repräsentiert. Es wird zwischen synthetischen und physisch replizierenden Indexfonds unterschieden, wahlweise voll replizierend oder synthetisch replizierend.

Physikalische vs. synthetische ETFs: Alles was Sie wissen müssen

Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) haben einen erstaunlich guten Ruf: Sie sind transparent, billiger und auf mittlere Sicht rentierlicher als herkömmliche, aktive Anlagefonds und ebenso gesichert. Daraus ergibt sich die Frage: Was sind börsengehandelte Fonds und ihre Vorzüge? Der Vorteil von BTFs liegt auf der Hand: Zum einen stellen BTFs einen Referenzindex dar, auf den sie sich berufen.

So kann der Investor die Entwicklung des Fondspreises nachverfolgen. Zum anderen muss kein großes Analystenteam, Manager und Backoffice-Mitarbeiter diese Mittel managen. Zum Dritten liegen die Renditen für aktive verwaltete Investmentfonds noch weiter unter der Benchmark. Daher wird sich ein aktiver verwalteter Beteiligungsfonds für den Investor nur selten besser auszahlen als ein Passiv-Indexfonds auf lange Sicht.

Bei den ausfallsicheren Investitionen in Passiv- und Aktivfonds geben Sie jedoch nicht auf: Beide gehören zu den so genannten Spezialfonds. Doch vor einigen Jahren erschütterten renommierte Institute wie der IWF, die BIZ und das Financial Stability Board (FSB) den Bekanntheitsgrad passiver Indexfonds. Übertriebene und übertriebene BTFs können die Sicherheit des Weltfinanzsystems untergraben.

Einige ETFs sind auch zu komplex, um von privaten Anlegern gehandhabt zu werden, da die Titel vieler Investmentfonds nichts mit dem von ihnen repräsentierten Referenzindex zu tun haben. Erstens, die physikalisch replizierten Gelder. In einer 100-prozentigen Replikation, der so genannten Full Replication, werden zum Beispiel Anteile entsprechend ihrer Gewichtungen in einem Börsenindex ersteigert.

Bei sehr großen Indizes, wie dem MSCI World mit mehr als 1.600 Titeln, werden jedoch nur einzelne Unternehmenswerte erworben. Bei der Stichprobenziehung werden die repräsentativen Indexwerte für die Replikation selektiert und durch die Selektion der einzelnen Titel (z.B. Aktien) mit der größten Übereinstimmung mit dem jeweiligen Referenzindex optimalisiert. Diese müssen jedoch keine Indexwerte sein.

In der partiellen Replikation gibt es automatische kleine Indexabweichungen, den so genannten Tracking Error. Großer Vorteil: Die physikalisch abbildenden Sondervermögen waren nicht in der oben genannten kritischen Haltung von IWF, BIZ und FSB. Dieser Vorwurf betraf in erster Linie synthetische Replikationsfonds. Synthetische Replikatoren enthalten nicht die dem Referenzindex zugrundeliegenden Kurse, sondern verwenden derivative Finanzinstrumente wie z.B. Zinsswaps, um die Performance des Referenzindex zu verfolgen und diese mit einem Sicherheitenkorb abzusichern.

Der Swap-Partner, in der Regel eine Investmentbank und oft auch eine eigene Konzernmutter, versichert dem ETF-Anbieter die exakte Performance des angestrebten ETF-Referenzindex und bekommt im Gegenzug die Performance des Wertpapierkorbes des Investmentfonds, der aus einem völlig anderen Portefeuille sein kann. Ein ETF-Anbieter kann zum Beispiel immer ein Aktienportefeuille europäischer Blue Chip' eintauschen.

Bei synthetischen Replikationsfonds können Fondsunternehmen einen Indexpunkt genauer replizieren, d.h. ohne oder mit wesentlich weniger Tracking Error als bei einigen physikalischen BTFs. Darüber hinaus können einige Rohstoffindizes oder gewisse Emerging Markets wie Indien nur über synthetische Investmentfonds abgebildet werden, da die zugrunde liegenden Vermögenswerte nicht wirtschaftlich gekauft oder gelagert werden können, z.B. Öls.

Der Unterschied zwischen dem Wertpapierbestand und dem ausgewiesenen Wertindex wird regelmässig kompensiert. Dieses synthetische Replikat ist präziser als das physikalische und auch billiger, da nicht immer alle für den Indizes wichtigen Titel getauscht werden müssen.

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