Bausparvertrag Aktuell

Baufinanzierungsvertrag, aktuell

Neuigkeiten, Informationen und Bilder auf Süddeutsche.de. Die Annuität für das Darlehen kann so hoch sein wie die aktuell zu zahlende Miete. Wenn der Bausparvertrag heute noch lukrativ ist, sind viele Verbraucher unsicher. Eine Übersicht über aktuelle Entwicklungen.

Das bekannteste Bausparprogramm ist die Wohnungsbauprämie.

Dies sind die aktuellen Bausparentwicklungen

Stornowelle, niedrige Zinsen, Betrug - neben dem leicht staubigen Erscheinungsbild kämpft der Bausparvertrag derzeit mit Negativschlagzeilen. Wenn der Bausparvertrag heute noch lohnend ist, sind viele Konsumenten unsicher. Hier erhalten Sie einen Einblick in die aktuelle Entwicklung. Doch zunächst die Grundlagen des Bausparens: Der Grundgedanke des Bausparens ist das gemeinsame Bauen, das es dem Sparer erlaubt, günstiger Baukredite zu erhalten.

Weil alle teilnehmenden Bausparkunden in einen gemeinsamen Fonds zahlen, wird dieser rascher gefüllt und kann besser von Zins- und Staatszuschüssen profitiert werden. Der Bausparvertrag verbindet zudem eine Geldanlage mit einem Kredit und endet in drei Phasen: Die erste Einzahlung in den Community-Topf erfolgt in der Ansparphase für ca. vier Jahre.

Nach Erreichen der ursprünglich festgelegten Zielvorgaben wird in der zweiten Stufe das eingesparte Kapital plus das zugesagte Kreditvolumen zuerkannt. Die letzte Phase: Der Bausparkunde bezahlt den Kredit zurück - das Kapital gelangt zurück in den Community Pot, so dass andere Sparende davon haben. Wie lauten die derzeitigen Überschriften zum Themenkomplex Ersparnis?

Kündigungsrunde: Die in den vergangenen Wochen stark umstrittenen Stornierungen der alten Kontrakte wirken sich derzeit nur auf Kontrakte aus, die seit mehr als zehn Jahren bestehen und somit von hohem Zinsniveau sind. Obwohl diese bereits zur Zuteilung bereit sind, ziehen es die Anleger vor, sie als zinsgünstige Geldanlage zu verwenden, anstatt sich ihr Kapital auszuzahlen.

Dies ist für die Sparkassen eine wachsende Last, und damit wird auch das Solidaritätsprinzip untergraben. Der BGH hat deshalb am 21. 2. 2017 entschieden, dass Sparverträge, die seit wenigstens zehn Jahren vergabebereit sind, aber nur als reines Sparguthaben verwendet werden, gekündigt werden können - weil dies dem Bausparzweck zuwiderläuft.

Niedrige Zinsen: Die tiefen Zinssätze drücken die deutsche Wirtschaft, kaum eine Anlage ist derzeit noch besonders ertragreich. In der ersten Ansparphase kann der Sparende nicht von den tiefen Zinssätzen profitiert - je tiefer die Zinssätze, umso weniger wird er für seine Ersparnisse ausbezahlt.

Bei der Kreditvergabe dagegen kommen die tiefen Zinssätze dem Bausparkunden wie jedem anderen Darlehensnehmer zugute - je niedriger der Leitzinssatz, umso weniger muss er für das aufgenommene Kapital an die Sparkasse abführen. Ein Bausparvertrag hat den Vorzug, dass die Bedingungen bei Vertragsschluss für die ganze Dauer fixiert werden. Jeder, der heute einen Bausparvertrag abschliesst, könnte somit in zehn Jahren von den aktuell tiefen Zinssätzen profitiert haben.

Rip-off: Nicht nur Wohnungsbaugesellschaften werden immer wieder mit Anschuldigungen von Rip-offs oder schlechter Beratung konfrontiert; dies trifft viele Finanzinstitute.

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