Ab wann ist man Verschuldet

Seit wann ist man schuld?

Aber wann fängt jemand überhaupt an, überschuldet zu werden, und gibt es typische Risiken auf dem Weg in die Verschuldung? Wann werde ich überschuldet sein? Stehe ich in Schulden - oder bin ich bereits überschuldet? Dies hilft: kritisch hinterfragen, was Sie sich wirklich leisten können. Doch manchmal merke ich, dass es mich ziemlich müde und erschöpft macht.

Ab wann ist überschuldet? Schuldenberatung Rechtsanwaltskanzlei Grundmann

Bei Finanzproblemen ergibt sich zunächst die Frage: Ist der Beteiligte verschuldet oder besteht bereits eine Überverschuldung? Schuld heißt zunächst einmal nur, dass die fragliche Personen verschuldet sind. Die meisten Leute haben Schulden: So lange es möglich ist, die Forderungen selbst und innerhalb eines vernünftigen Zeitraums zu begleichen, sind sie kaum ein Hindernis.

Sollte dies jedoch nicht mehr gelingen, weil das Geld - z.B. durch Arbeitslose - nachhaltig zurückgeht, der Überblick über die Schulden fehlt oder die Kreditgeber den Gerichtsvollzieher regelmäßig besuchen - dann ist (spätestens) der Moment gekommen, an dem sich der Betreffende fragen muss, ob er nicht bereits überverschuldet ist.

Überverschuldung ist daher die Eskalation der Schulden bis zu einem Zeitpunkt, an dem es nicht mehr möglich ist, alle Schulden wie geplant zu reduzieren. Vielen überschuldeten Menschen ist viel zu früh bewusst, dass dies für sie der Fall ist, nachdem sie jahrelang versuchten, ihre Kreditgeber mit einem großen Teil ihres Geldes zu sättigen.

Durch die hohen Preise und Zinssätze steigt die Gesamtverschuldung massiv an. So ist es nicht verwunderlich, dass das "Endergebnis" trotz der jahrelangen " Schwänzen " nicht oder nur geringfügig zurückgegangen ist. Warum es bei Überverschuldung nicht so funktioniert, ist immer gleich: Die Decke ist nicht mehr ausreichend für den ganzen Stuhl, weil der Stuhl immer weiter anwachsen kann.

Wer dies nicht erkennt, schiebt die Decke hin und her, mal zu einem Kreditor, mal zu dem anderen (natürlich immer zu dem, der am meisten "schreit") und wirft auf diese Art und weise viel Bargeld " aus dem Schaufenster ", ohne seine Lage zu verbesser. Es geht oft über Jahre, bis der Esstisch so groß geworden ist, dass alles "Schieben" nichts mehr bringt.

Jeder, der Forderungen hat und Schreiben vom Inkassounternehmen erhält, wird die dort gemachten Androhungen natürlich ernst nehmen. Zahlreiche Debitoren akzeptieren Ratenvereinbarungen, die ihnen von den Gläubigervertretern angeboten werden. Falls der Debitor bei diversen Kreditgebern eine Gesamtschuld von EUR 50.000,- pro Monat zur Rückzahlung anbietet, dann steigt seine Schuld bereits in einem Jahr auf EUR 20.396,- (und das nur, wenn man die Höhe der Ausgaben und die Verzinsung mit einem geringen Volumen von 5% der Schadenssumme schätzt).

Also - trotz der Rückzahlungen - würde er seine Verschuldung jeden Tag erhöhen. Bei drei Gläubigern, die jeweils eine monatliche Ratenzahlung von mind. 50 EUR wünschen, müssen 150 EUR auf dem Spiel stehen. Jeden Tag, jeden Tag. Auch wenn diese Glaeubiger auf alle Ausgaben und Verzugszinsen verzichteten, muesse der Kreditnehmer eine Gesamtschuld von mehr als elf Jahren aufbringen.

Der lange Zeitraum vergrößert das Risiko, dass es einmal nicht mehr funktioniert, weil die Erträge zwischenzeitlich sinken oder andere Kreditgeber sich dem Debitor nähern. Veröffentlichen die Kreditgeber dann ihre aktuelle Forderungsliste, kommt es regelmässig zu einem "schlechten Erwachen". Stellt sich der Debitor im Falle einer Überverschuldung als "nur" verschuldet dar, bleibt er nicht nur unvorhersehbar lange verschuldet, sondern verschlechtert auch seine Verschuldungssituation.

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