Deutsche Staatsanleihen Zinsen Historisch

Bundesanleihen Historische Zinssätze

Am deutschen Kapitalmarkt und im ausländischen Kapitalverkehr haben sie eine zentrale Stellung. Man spricht von der Rendite von Staatsanleihen aufgrund ihrer hohen Bonität in den USA und Deutschland. eine gute Quelle für historische Renditen von Anleihen im Allgemeinen.

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Demgegenüber blieben die privaten Haushalte in der derzeitigen Krise der Finanzmärkte jedoch ruhig. Nicht wie im Hochsommer 1931 startete die deutsche Bevoelkerung einen Ansturm auf Kreditinstitute und Sparanstalten dem Sicherheitsthema eine neue, fuer viele Investoren extrem hohe Prioritaet zu. Nachdem der Deutsche Aktienindex DAX 30 am vergangenen Freitag, den 14. Mai 2007, ein Rekordhoch von 8.151 Zählern erreicht hatte, fiel der Aktienkurs im Monat April 2009 deutlich auf unter 3.600 Punkte.

Dies hat sich im Verlauf der letztjährigen Staatsverschuldungskrise verstärkt. Beispielsweise fiel die von der Deutsche Bundesbank ermittelte Durchschnittsrendite für festverzinsliche Papiere deutscher Aussteller - zu denen neben Staatsanleihen auch Hypothekenpfandbriefe und andere Bankanleihen sowie Unternehmensanleihen zählen - im Jahr 2010 signifikant unter die 3 %-Marke in Deutschland und damit auf bisher unbekannte Tiefststände (GRAPHIC 1).

In der Zwischenzeit scheinen die Zinsen im letzten Jahr zwar die Talsohle überwunden zu haben, doch im vierten Vierteljahr haben sich die Zinsen wieder erholt. Im Gesamtjahr 2010 lag die durchschnittliche laufende Rendite der festverzinslichen Papiere bei 2,5 Prozent. Das ist deutlich unter dem langjährigen Mittelwert. Schon in der frühen Phase der industriellen Entwicklung erzielten die festverzinslichen Papiere im Vergleich zu Deutschland einen höheren Ertrag.

Zum Beispiel zeigt Christian Nobacks Leitfaden der Münz-, Bank- und Börsenbeziehungen aller Staaten und Handelszentren der Welt von 1833, dass damals die in Berlin gehandelt werdenden preussischen Staats- und Kommunalwertpapiere sowie Hypothekenpfandbriefe weitgehend mit einem Kupon von 4 Prozent und zu Preisen zwischen 93 und 106 Euro versehen waren?

Auch an der Frankfurter Wertpapierbörse, die schon damals wichtiger war als in Berlin, dominierten Staatsanleihen mit einem Kupon von 4 Prozent, aber auch einige mit 5 Prozent und 3 Prozent. Nach J.C. Nelkenbrechers 1858er Einkaufmannsbuch wurden in Berlin 4 Prozent der preußischen Staatsanleihen zu Kursen von 101 bis 102 Prozent, die 4 Prozent zu 93 bis 94 Prozent umgesetzt.

Hieraus errechnet sich eine Verzinsung von etwas weniger als 4,5 vH. 3½ Hypothekenpfandbriefe aus Preußen lagen bei 82 bis 86 Prozent mit einem Nominalwert von je 100. Das bedeutet eine Umlaufrendite von über 4 Prozent. Seit 1876 stehen für Deutschland weitestgehend komplette Statistikreihen über die jährliche Durchschnittsrendite von festverzinslichen Wertpapieren zur Verfügung, die von der Dt. Bank herausgegeben werden.

Das Jahr 1876 ist auch das Jahr, in dem Deutschland in das Goldzeitalter eingetreten ist. Mit der Wiedervereinigung der Bundesländer und der Reichsgründung 1871 wurden die bisherigen nationalen Währungen rasch abgeschafft und durch eine neue rein deutsche Landeswährung, die 100 Pfennige Marke, ersetzt. Der Umwandlungsprozess wurde am ersten Januar 1876 vollzogen.

Bei festverzinslichen Wertpapieren belief sich die durchschnittliche Verzinsung 1876 und 1877 auf 4,2 Prozent, 1878 auf 4,3 Prozent (GRAFIK 2). Ein Abwärtstrend begann: 1883 fielen die Renditen zum ersten Mal unter 4%, 1896 wurde der Tiefststand von 3,3% im Alter der klassichen Gold-Währung (1876 bis 1914) durchbrochen.

Es ist anzumerken, dass sich die deutsche Volkswirtschaft zwischen 1876 und 1896 in einer relativen Preisstabilitätsphase mit gelegentlichen Deflationstendenzen befindet. Jahrhundert auf 3,7 Prozent und im letzten Friedensjahr 1913 durchschnittlich 4,1 Prozent " 1 Die Renditen der festverzinslichen Papiere schwankten vor 1914 mit 3,3 bis 4,3 Prozent verhältnismäßig gering.

Während des Umbruchs im Ersten Weltkrieg und der damit verbundenen hohen Teuerung fehlt es an vergleichbaren Angaben zur Renditentwicklung der festverzinslichen Papiere in Deutschland. Eine weitreichende Erscheinung, die die Deutsche noch heute als traumatisiert heimsucht, war die umfassende Zerstörung der über mehrere Jahrzehnte hinweg angehäuften Sparguthaben durch die Hochinflation im Jahr 1923 Die 1924 erfolgte Einführung der RM brachte die Landeswährung auf eine neue, zunächst solide Fundamentaldaten.

Nach dem verloren gegangenen Zweiten Weltkrieg musste das Deutsche Kaiserreich umfangreiche Entschädigungszahlungen an die siegreichen Mächte vornehmen. Dementsprechend hoch waren die Zinsen in Deutschland. Bei festverzinslichen Wertpapieren wurde 1925 eine Rekordrendite von 9,5 Prozent erzielt (GRAPHIC 3). In den Folgejahren sank er 1928 und 1931 auf einen jährlichen Durchschnitt von 7,0 Prozent, während der weltweiten Wirtschaftskrise 1932 auf 8,4 Prozent und wurde verkauft.

Hieraus errechnet sich eine Verzinsung von etwas weniger als 4,5 vH. 3½ Hypothekenpfandbriefe aus Preußen lagen bei 82 bis 86 Prozent mit einem Nominalwert von je 100. Das bedeutet eine Umlaufrendite von über 4 Prozent. Seit 1876 stehen für Deutschland weitestgehend komplette Statistikreihen über die jährliche Durchschnittsrendite von festverzinslichen Wertpapieren zur Verfügung, die von der Dt. Bank herausgegeben werden.

Das Jahr 1876 ist auch das Jahr, in dem Deutschland in das Goldzeitalter eingetreten ist. Mit der Wiedervereinigung der Bundesländer und der Reichsgründung 1871 wurden die bisherigen nationalen Währungen rasch abgeschafft und durch eine neue rein deutsche Landeswährung, die 100 Pfennige Marke, ersetzt. Der Umwandlungsprozess wurde am ersten Januar 1876 vollzogen.

Bei festverzinslichen Wertpapieren belief sich die durchschnittliche Verzinsung 1876 und 1877 auf 4,2 Prozent, 1878 auf 4,3 Prozent (GRAFIK 2). Ein Abwärtstrend begann: 1883 fielen die Renditen zum ersten Mal unter 4%, 1896 wurde der Tiefststand von 3,3% im Alter der klassichen Gold-Währung (1876 bis 1914) durchbrochen.

Es ist anzumerken, dass sich die deutsche Volkswirtschaft zwischen 1876 und 1896 in einer relativen Preisstabilitätsphase mit gelegentlichen Deflationstendenzen befindet. Jahrhundert auf 3,7 Prozent und im letzten Friedensjahr 1913 durchschnittlich 4,1 Prozent " 1 Die Renditen der festverzinslichen Papiere schwankten vor 1914 mit 3,3 bis 4,3 Prozent verhältnismäßig gering.

Während des Umbruchs im Ersten Weltkrieg und der damit verbundenen hohen Teuerung fehlt es an vergleichbaren Angaben zur Renditentwicklung der festverzinslichen Papiere in Deutschland. Eine weitreichende Erscheinung, die die Deutsche noch heute als traumatisiert heimsucht, war die umfassende Zerstörung der über mehrere Jahrzehnte hinweg angehäuften Sparguthaben durch die Hochinflation im Jahr 1923 Die 1924 erfolgte Einführung der RM brachte die Landeswährung auf eine neue, zunächst solide Fundamentaldaten.

Nach dem verloren gegangenen Zweiten Weltkrieg musste das Deutsche Kaiserreich umfangreiche Entschädigungszahlungen an die siegreichen Mächte vornehmen. Dementsprechend hoch waren die Zinsen in Deutschland. Bei festverzinslichen Wertpapieren wurde 1925 eine Rekordrendite von 9,5 Prozent erzielt (GRAFIK 3). In den Folgejahren sank er 1928 und 1931 auf einen jährlichen Durchschnitt von 7,0 Prozent, erhöhte sich aber während der weltweiten Wirtschaftskrise 1932 auf 8,4 Prozent und war im Kriegsjahr 1933 mit 7,2 Prozent noch recht hoch.

Durch die Flucht des Kapitals aus Deutschland 1931 wurden die Gold- und Fremdwährungsbestände der Bank so weit reduziert, dass sie zu einer restriktiveren Währungspolitik verpflichtet wurde. Die niedrigen Zinsen, die wir in der gegenwärtigen Finanz- und Verschuldungskrise gewöhnt sind, waren damals undenkbar - weder bei den Notenbankzinsen noch bei den Kapitalmarktsätzen.

Ziel war es, die gestiegenen staatlichen Ausgaben infolge der Kriegsvorbereitung und -durchführung so leise wie möglich zu bestreiten. Im Jahr 1934 lag die durchschnittliche Verzinsung der festverzinslichen Papiere noch bei 6,6? Durch die ausufernde Staatsschuld kam es schliesslich zu einer umfassenden Abwertung der Mark, die in der Devisenreform von 1948 gipfelte.

Der durchschnittliche jährliche Ertrag aus festverzinslichen Wertpapieren bewegte sich in den 50er und 60er Jahren zwischen 5,8? Die Zinssätze lagen zwischen 6 und 7,8 Prozent (1959) und 7,8 Prozent (1966), aber in der Regel zwischen 6 und 7 Prozent " 3 Die Zinssätze waren damit signifikant über denen zur Zeit der traditionellen Gold-Währung. Stark steigende Teuerungsraten haben in den 70er Jahren zu noch höherem Kapitalmarktzinsniveau geführt.

Mit 10,6 Prozent lag die Verzinsung der festverzinslichen Papiere 1974 zum ersten Mal im 2. Die festverzinslichen Papiere erzielten 1981 eine durchschnittliche Verzinsung von 10,6 Prozent. Gleichzeitig lag die Teuerungsrate jedoch bei 6,3 Prozent. In der Folge sanken die Zinsen und die Teuerungsraten gleichermassen.

Im Zuge der Wende stiegen auch die Zinsen am Kapitalmarkt wieder merklich an. Die laufende Verzinsung der festverzinslichen Papiere hat 1990 und 1991 einen konjunkturellen Höchststand von 8,9 bzw. 8,7 Prozent erreicht (GRAPHIC 4). Im Jahr 2003 lag die aktuelle Verzinsung zum ersten Mal in der Bundesgeschichte unter 4 Prozent, im Jahr 2005 gar unter 3,1 Prozent.

Obwohl die aktuelle Verzinsung bis 2007 wieder auf 4,3 Prozent gestiegen ist, ist sie im Verlauf der Finanzmarktkrise des Jahres und des daraufhin einsetzenden massiven Konjunktureinbruchs deutlich gesunken. 2010 brachte den Bundesbürgern einen überraschend starken wirtschaftlichen Aufschwung. Die Obligationenrenditen fielen dementsprechend. Durch die hohe Liquiditätsnachfrage ging die Durchschnittsrendite der festverzinslichen Papiere in Deutschland im Monatsseptember 2010 auf 2,1 Prozent zurück - ein historischer Rekordtiefstand (GRAPH 1).

Noch nie waren Investoren mit so tiefen Zinsen für die festverzinslichen Papiere zufrieden. Noch nie war es einem deutschen Bundesfinanzminister möglich, so günstige Kreditkonditionen zu erhalten. Geboren, Karl Erich: The German banking crisis 1931, Munich 1967 Deutsche Bundesbank (Ed.): German monetary and banking system in figures 1876 - 1975, Frankfurt/Main 1976 Deutsche Deutsche Bundesbank in Frankfurt/Main (Ed.): Monthly Reports, Frankfurt/Main.

Die Deutsche Bundesbank (Hrsg.): 40 Jahre Deutsche Mark. 40-Jahre. Geldwertstatistik 1948 -1987, Frankfurt/Main 1988, Deutsche Bundesbank 1876 - 1975, Frankfurt/Main 1976, J. C. Nelkenbrechers allgemeine Münz-, Maß- und Gewichtswissenschaft, Wechselkurse, Währungs- und Fondskurse, etc. herausgegeben von F.C. Feller und F.W. Grimm, Berlin 1858; Noback, Christian: Komplettes Münz-, Bank- und Währungshandbuch aller Staaten und Handelsorte der Welt, Rudolfstadt 1833; Springer, Bernd: Das deutsche Bargeld.

Deutsche Währungsgeschichte von den Ursprüngen bis zur heutigen Zeit, dritter Band.

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