Wo Geld Investieren 2016

Geld anlegen 2016

Nie war es so einfach, Geld zu sparen wie heute. Bei der Zinsschwäche steigt die Nachfrage nach Gold, Diamanten oder Uhren im Zuge von Finanzinvestitionen. Ein Blick in eine geheimnisvolle Welt zeigt, wie die Reichen ihr Geld anlegen. Jeden Donnerstag um 14:40 Uhr bei Julia Nogli geben Ihnen unsere Experten Tipps rund ums Geld.

So investieren die Reiche ihr Geld

Manche begnügen sich mit 200'000 CHF pro Jahr, andere verbrennen mehrere Milliarden pro Jahr. Wohlhabende Menschen mit einem Kapital von über 50 Mio. haben einen sehr unterschiedlichen Lebensstil. Gefragt, wie er mit ausgabefreudigen Kunden umgeht, sagt Dörig: "Ich mache deutlich, welche Erträge durch Vermögenswerte an der Wertpapierbörse und andere Investitionen mit welchen Gefahren erzielt werden können, und verweise darauf, dass bei höherem Aufwand die Vermögenswerte schmelzen.

"Die aktuelle Rendite in CHF beträgt 4 Prozentpunkte. Mit 50 Mio. Aktiva würde das einen Ertrag von 2 Mio. CHF pro Jahr bedeuten. In allen Fragen blieb er objektiv, unabhängig von der Höhe des Vermögens. Eines davon ist das Marcuard Family Office, das 26 Mitarbeiter beschäftigt und rund drei Mrd. aufnimmt.

Als Portfoliomanager ist er vor allem auf der Suche nach den besten Investitionsmöglichkeiten für die wohlhabende Kundschaft. Ungefähr ein drittel des Kundenvermögens ist in solche Finanzinstrumente angelegt. "Wenn man ein über mehrere Dekaden gewachsenes Geschäft für 100 Mio. CHF veräussert hat, will man nicht plötzlich 30 Prozent Verlieren", erklärt er.

Dies wären 30 Mio. Francs, ein Glück, das einer ganzen Familie finanziellen Spielraum lässt. In der Tat hat eine aktuelle Untersuchung der University of Michigan anhand von Zahlen aus der Finanzmarktkrise gezeigt, dass schwergewichtige Anleger die ersten waren, die ihre Aktien in Angst und Schrecken versetzten. Die Milliardärin und Legende Warren Buffet gehört jedoch nicht dazu, sondern hat sich in der Wirtschaftskrise sogar eingekauft.

Gegenüber den Managern von Hedgefonds ist er sehr skeptisch und sagte kürzlich, dass die reichen Anleger durch die hohe Gebühr, die sie für Fondsmanager zahlen, die nicht einmal die Rendite von billigen Index-Fonds erzielen, enttäuscht sein sollten. "Es gibt Hedge-Fonds, die ihr Geld verdienen", sagt Dörig.

Als Beispiel für einen Hedge-Fonds, der seine Honorare verdient, sei der Millenium Global Fund genannt. Sie wurde 1989 gegrÃ?ndet und hat ihren Kundinnen und Kunden nur in einem einzigen Jahr seither einen Minus von 3,2 % in 2008 beschert. Diejenigen, die 1990 nur 1.000 USD in den Fond investiert haben, haben jetzt 32.265 USD.

Der Durchschnittsertrag des Fondes liegt nach allen Ausgaben bei 14% im Jahr. "Außerdem ist der Fond kaum mit den Aktien- und Rentenmärkten korreliert", sagt er. Die Wertentwicklung des Sondervermögens ist börsenunabhängig. Exakt das, was die Firma DÖRIG ergänzend zu anderen Systemen anstrebt. Mittlerweile arbeiten rund 1700 Mitarbeitende für den sagenumwobenen Millenium Global Fund.

Es gibt 170 unterschiedliche Mannschaften, die Geld für den Fond erwirtschaften. Obwohl beide an Bedeutung verloren, hat UBS nur 20 und die Credit Suisse 36% verloren. Der Wetteinsatz hätte funktioniert, der Ertrag hätte der Abweichung der Kursentwicklung der beiden Großbanken von 16% entsprochen. Damit ist die Kapazitätsbegrenzung so ausgeschöpft, dass der Fond längst keine neuen Investoren mehr aufnimmt.

"Noch immer investieren wir in den Fonds", sagt Dörig. Und das nicht unmittelbar, sondern zum Beispiel über Ayaltis, den schweizerischen Dachfondsanbieter. Etwa sieben Prozentpunkte der in den Areca Value Discovery investierten Mittel fließen derzeit in den Millennium-Globalfonds. Er hat in New York Mathe studiert und eine Laufbahn als Trader bei der Investment Bank Salomon Brothers gemacht.

"Es geht darum, Geld zu schützen, wenn die Marktbedingungen schwierig sind, und Gewinn zu machen, wenn sich Gelegenheiten bieten", sagt er. "Da hat Paulson die ldee gekauft, wir haben investiert", sagte er. Sie hätten 2008 mit dem eigenen Unternehmen zurückkehren können und damit innerhalb weniger Monaten eine Rückkehr in dreistelliger Höhe erzielen können.

Zunächst mit nahezu nichts anderem als eigenen Mitteln und ersten Investitionen einer vermögenden schweizerischen Unternehmerfamilie, wuchs das Volumen heute rapide auf rund 800 Mio. CHF. Sie haben seit Auflegung ihres Flaggschifffonds 63% Profit für ihre Klienten erwirtschaftet, was über 6,8% pro Jahr ausmacht - alle Aufwendungen sind bereits abgerechnet: 1,5% Management Fee und 10% Performanz.

Sie haben bisher kein einzelnes Jahr in den roten Zahlen abgeschlossen. Im Jahr 2015 erreichten sie mit einem Zuwachs von 1,42% den schlechtesten Ertrag - allerdings in der Dollarbasis. "Unsere Datenbasis enthält rund 10 Hedge-Fonds, und nur 46 sind heute anlagefähig.

"Von allen Mitteln, die wir uns näher ansehen, weil die Angaben korrekt sind, gibt es etwa sechs pro Jahr, die uns als Betrug vorkommen. Sie sind in 26 Investmentfonds angelegt. Ein Beispiel dafür ist ein Investmentfonds, der sein Geld mit Strom in Europa einbringt. Der sagenumwobene Milleniumsfonds hat seit Jahresbeginn 4,2 Prozentpunkte eingebüßt, während Ayaltis 2,5 Prozentpunkte eingebüßt hat.

"Dies ist für unsere Mandanten ermutigend und ein Argument, warum wir nicht unmittelbar in individuelle Hedgefonds investieren", sagt Dörig. In London besichtigen wir einen weiteren Dachfonds, im Bezirk Chelsea, einer Nobelgegend, einen Fußmarsch vom bekannten Kaufhausharrod. Die Investmentgesellschaft Aurum hat dort ihren Sitz.

Das Unternehmen wurde zunächst für die Vermögensverwaltung der beiden Südafrikanerfamilien Sweidan und Gaundle eingerichtet. Die Mitarbeiter beider Firmen arbeiten im Unternehmen und haben ihr eigenes Geld angelegt. Zu einem Vorstellungsgespräch lud er Peter Coates, CEO von Omni Partners, ein, da er in einen seiner drei Investmentfonds investierte, der eine Merger Arbitrage-Strategie betreibt.

In diesem Jahr läuft es gut, der Fond hat Profite gemacht, während die Börsen die Talsohle durchschritten haben. Vor der Investition von Fidelity Funds II in den Fond wurde nicht nur die Wertentwicklung in allen Aspekten, sondern auch die betriebliche Funktionsfähigkeit des Unternehmens eingehend geprüft. Die Investmentgesellschaft Lighthouse Partner hat dort ihren europäischen Sitz. Antoine Poucher, Head of Research in Europe, begrüßt uns im Konferenzraum und einer der Gründer des Unternehmens, und Douglas Bookbinder, Direktor für Investorenbeziehungen, wird per Video-Konferenz von der Zentrale in Florida aus anwesend sein.

Statt Geld auf die Fondsmanager zu transferieren, verbleibt es auf den Konti und unter der Aufsicht von Leuchtturm. Sie können also nicht mit dem Geld verschwunden sein, und der Leuchtturm hat völlige Klarheit, wo sie investieren. Dabei handelt es sich häufig um Portfoliomanager, die für einen Teil der Investitionen eines Investmentfonds verantwortlich sind und ein eigenes Unternehmen gründen wollen.

Die Rendite des Investmentfonds beträgt seit 1997 durchschnittlich sechs Jahre. Bei einer Bilanzsumme von 50 Mio. CHF entspricht dies einem Ertrag von drei Mio. CHF pro Jahr.

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