Selbstbehalt bei Privatinsolvenz

Zurückbehaltung bei Privatinsolvenz

Im Falle einer Insolvenz der Mitarbeiter gibt es in der Regel bereits Lohnpfändungen. Der Schuldner hat aus dem verbleibenden Selbstbehalt im Insolvenz- oder Restschuldbefreiungsverfahren angemessene Bußgelder zu zahlen. Im Falle einer Insolvenz sind Sie auch berechtigt, selbständig zu arbeiten. ist eine Privatinsolvenz, die Sie ohnehin ernsthaft in Betracht ziehen sollten und die sogar zur Insolvenz führen kann. Meine Frage ist: Trotz seiner Privatinsolvenz hat er immer noch einen Selbstbehalt.

Privatinsolvenzabzug 2015

Das ist Privatinsolvenz oder Konsumenteninsolvenz? Was ist Privat- oder Konsumenteninsolvenz? Bereits seit 1999 haben auch Privatleute die Gelegenheit, einen Insolvenzantrag zu stellen. Es gibt ein besonderes (vereinfachtes) Konkursverfahren, das Privat- oder Konsumentenkonkurs. Privatinsolvenzen - an der Zahl der überschuldeten privaten Haushalten in Deutschland bemessen - sind noch nicht so beliebt wie vom Parlament gehofft.

Unter den geschätzten 6 Mio. geschuldeten Privaten gehen weniger als hunderttausend in die Privatinsolvenz. Dieser Betrag (Selbstbehalt in der Privatinsolvenz oder Pfändungsbefreiungsgrenze) unterliegt nicht dem Pfändungs- oder Zahlungsaufschub. Das Pfändungslimit für das Erwerbseinkommen, d.h. die Selbstbehaltshöhe, ist in der Bestimmung des 850c ZPO festgelegt.

Das Bundesjustiz- und Verbraucherschutzministerium (BMJV) erstellt eine Druckschrift mit der tabellarischen Darstellung der Pfändungsbefreiungsgrenzen (Pfändungstabelle und Selbstbehalt). Bemessungsgrundlage für den Selbstbehalt ist der so genannte angepasste Jahresüberschuss des Kreditnehmers (entspricht diesem). Darüber hinaus hängt die Selbstbehaltshöhe von der Zahl derjenigen ab, für die der Unterhaltspflichtige zu sorgen hat.

Wenn Sie diese ermittelten Beträge haben, können Sie Ihre Franchise oder Pfändungsbefreiungsgrenze ganz einfach von unserem Pfändungs-Rechner berechnen. Für die Bestimmung der relevanten pfändungsfreien Grenzen ist die Berechnung des angepassten Jahresüberschusses von entscheidender Wichtigkeit. Der bereinigte Jahresüberschuss bewirkt, dass einige Zahlungen aus dem Ertrag entnommen werden, d.h. bei der Festlegung der pfändungsfreien Grenzen nicht im Ertrag berücksichtigt werden.

Der angepasste Jahresüberschuss entspricht nicht dem zu versteuernden Ergebnis, auch wenn dieses als Basis für die Berechnung des angepassten Ergebnisses diente. Der angepasste Jahresüberschuss kann in den nachfolgenden Stufen berechnet werden: Berechnung des steuerpflichtigen Bruttoeinkommens: Einkünfte sind Ihr Lohn (oder Ihr Selbständigeneinkommen). Das Bundessozialgericht (BSG vom 13.05.1992 - 1. Dez. RK 26/91 ) schließt auch Leistungen bei Krankheit ein, wenn Sie länger (über 6 Wochen) nicht erwerbstätig sind.

Die Rückzahlung wird auch im Verhältnis zum Zeitpunkt der Rückzahlung erfolgswirksam erfasst. Zu den Einkünften kommen eine Lohn- oder Gehaltssteigerung, zusätzliche Gehälter (z.B. Monatslohn 13.) oder eine Bonus- oder Bonusregelung hinzu. Dabei wird das Erziehungsgeld bzw. das Erziehungsgeld nicht mitberücksichtigt, da die Unterhaltsverpflichtungen bereits in der Pfandtabelle enthalten sind.

Versteuerung des restlichen Bruttoerlöses: Der festgestellte Wert (Ertrag und sonstige Erträge abzüglich nicht verpfändbarer Beträge) ist quasifiktiv zu besteuern (zur Bestimmung der Pfändungsbefreiungsgrenze). Anwendbarkeit auf den tatsächlichen Bruttolohn: Die festgestellten Abgaben sind auf den tatsächlichen Brutto-Lohn anzurechnen, d.h. abzugsfähig. Es handelt sich um einen bereinigten Jahresüberschuss. Diese ist abschließend auf die Pfändungsliste nach 850c ZPO aufzubringen.

Bis zur Entscheidung des Bundesarbeitsgerichtes (BAG) vom 17.04.2013 - Ref. 10 AZR 59/12 war die Ermittlung des angepassten Jahresüberschusses zweifelhaft. Herrn A. wird ein Bruttogehalt von 3.400 EUR, ein Urlaubszuschuss von 500 EUR und ein Überstundenzuschlag von 400 EUR gewährt. Der Bruttobetrag beträgt 300 EUR. Die nicht verpfändbare Vergütung ist vom Brutto-Gesamtbetrag abzuziehen: = 3.600 EUR.

Mit einer Steuerbelastung (Lohnsteuer, Kirchliche Steuer, Sozialversicherungsbeiträge) von 1450 EUR ist dieser Steuerbeitrag auf den tatsächlichen Brutto-Lohn anwendbar: = 1.950 EUR. Nimmt man diesen bereinigten Jahresüberschuss von 1.950 EUR auf die Pfandtabelle gemäß 850c ZPO, so errechnet sich ein nicht pfändbarer Wert von 613,28 EUR. Der Pfändungsplan, d.h. die Pfändungsbefreiungsgrenzen werden immer an die Wertentwicklung des Grundfreibetrages angepaßt.

So wurde zum Beispiel zum Stichtag 31. Juli 2017 die Freigrenze für die Pfändung von 1.073,88 EUR auf 1.133,80 EUR anheben. Für Unterhaltsforderungen sind die Pfändungsbefreiungsgrenzen des 850c ZPO nicht anwendbar, da diesbezüglich Unterhaltsverpflichtungen bevorzugt zu behandeln sind (d.h. auch unterhalb der Befreiungsgrenzen aus der Pfändungstabelle). Eine Pfändung ist bis zur Höhe des erforderlichen Unterhaltes des Zahlungspflichtigen möglich (Selbstbehalt).

Der Festsetzung des erforderlichen Unterhaltes liegt das Sozialgesetz (SGB II oder SGB XII) zugrunde und hat nichts mit dem dort geltenden Familienrechtsabsetzbetrag oder der dort geltenden Tafel von Düsseldorf zu tun (vgl. Bundessozialgericht vom 17. März 2009 - Rechtssache B 14 AS 34/07 R). Die jeweilige Pfändungsbefreiungsgrenze muss regelmässig vom Unternehmer festgelegt werden.

Nicht jeder Dienstherr hat eine eigene Abteilung, für die die Festlegung von Pfändungsbefreiungsgrenzen zum täglichen Geschäft zählt. Jeder, der in eine Privatinsolvenz eintritt, muss sich seinem Auftraggeber "offenbaren" - denn der Auftraggeber oder die Lohnabteilung muss dann den pfändungsfrei gewordenen Teil des Lohnes an den Insolvenzverwalter weitergeben. Privatinsolvenz bedeutet auch andere Kürzungen - kostspielige Neukäufe "auf Kredit" sind vorerst ein Tabuthema, gesparte Buchungen bei der Firma durch die Zahlungsunfähigkeit begrenzen die ökonomische Handlungsspielräume (Wohnungswechsel, Vertrags- und Anbieterwechsel) massiv.

Andererseits lockt die Schuldfreiheit in überschaubarer Zeit (drei oder sechs Jahre) und die Pfändungsbefreiungsgrenze sorgt dafür, dass "in dieser Zeit durchkommt".

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