Geldmarktfondsanteile Definition

Finanzmarktfondsanteile Definition

Begriffsbestimmung, Bedeutung und Erläuterung von Geldmarktfonds. STARTSEITE / WIRTSCHAFT / Geldmarktfonds. Darüber hinaus investieren Geldmarktfonds nur in Wertpapiere mit kurzen Laufzeiten, insbesondere in Geldmarktfondsanteile, Geldmarktpapiere und Repo-Geschäfte.

Geldmarktfonds; Spezialvermögen von Investmentgesellschaften aus Anlagen in Geldmarktpapieren und Guthaben bei Kreditinstituten; bisher im KAGG reguliert, das seit 2004 in das InvG eingegliedert ist.

Finanzmarktfonds; Spezialvermögen von Investmentgesellschaften aus Anlagen in Geldmarktinstrumente und Guthaben bei Kreditinstituten; bisher im KAGG reguliert, das seit 2004 in das InvG eingegliedert ist. Das InvG befreit Investmentgesellschaften von der Gestaltung ihrer Anlagefonds und erlaubt die Aufnahme von Geldmarktpapieren. Es müssen gewisse Ausstellungslimits eingehalten werden, wodurch auch reines Geldmarktgeld möglich wäre.

Die BaFin hat gemäß 4 II InvG Richtlinien zur Definition von Fondsklassen herausgegeben. Der Begriff "Geldmarktfonds" oder einer seiner konzeptionellen Komponenten in der Benennung oder im Ausschüttung verlangt unter anderem, dass das Sondervermögen gemäß den Fondsbedingungen oder der Satzung ausschliesslich in hochwertige Bankeinlagen, Geldmarktinstrumente ( 48 InvG) oder Geldmarktfondsanteile oder -fonds mit kurzfristiger Fälligkeitsstruktur oder in Derivate investiert wird und dass die Investoren weder von der Investmentgesellschaft noch von der Statuten zur Anlage in Geldmarktinstrumente verpflichtet werden (§ 48 InvG).

Neben beispielsweise Hedgefonds und Spezialfonds werden im Rahmen der Diskussionen über Massnahmen zur Steigerung der Belastbarkeit des Finanzsektors auch Finanzmarktfonds unter der Überschrift "Schattenbankensystem" erwähnt, da der plötzliche und massenhafte Rückzug von Mitteln aus dem kommerziellen Bankensektor einen wesentlichen Beitrag zur Finanzmarktkrise des Jahres 2007 geleistet haben soll.

Erwägungen zur Minderung der systemischen Risiken von Finanzmarktfonds, deren Investitionsvolumen Ende Juli 2012 rund 3,64 Billionen betrug. Mit einem Anteil von rund 19% am Gesamtvolumen der Anlagefonds lässt sich sagen, dass auch weiterhin ein regulierter Bereich für den Geldmarkt existiert.

? Geldmarktfonds - einfach definiert & erklärt " Enzyklopädie

Auf den Punkt gebracht: Ein Geldmarkt-Fonds legt das Anlegerkapital in Finanzprodukten an, die eine relativ kurzfristige Anlagedauer haben und in der Regel fixe Zinseinnahmen erwirtschaften. Gegenüber den meisten traditionellen Obligationenfonds legen Geldanlagefonds ausschliesslich in liquide und sehr kurzfristige Anlagen an. Dies können zum Beispiel Obligationen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr oder Festgelder sein.

Über den Einsatz von Geldanlagefonds können private Investoren auch mittelbar in den sonst nur für Kreditinstitute und Versicherungsgesellschaften erreichbaren Kapitalmarkt einsteigen. Als durchaus interessante Variante zum weitläufigen Tagesgeldkonten haben sich Finanzmarktfonds etabliert. Anlegern ist jedoch anzumerken, dass sichere Anlagen in Finanzmarktfonds strikt mit bestimmten Gefahren verbunden sind. Ähnlich wie ein Obligationenfonds ist auch der Finanzmarktfonds sowohl dem Zins- als auch dem Kontrahentenrisiko ausgesetzt.

Eine Geldmarktfondsanlage legt wie jeder andere Anlagefonds das Vermögen der Anleger immer in unterschiedliche Einzeltitel an. Diese Mittel werden vor allem von Großanlegern wie z. B. Firmen verwendet, die nur sehr kurzfristige Kapitalanlagen tätigen wollen. So könnte ein Betrieb über mehrere Mio. EUR an flüssigen Geldern zur Verfügung stehen, das Geld aber innerhalb von 14 Tagen für eine Großinvestition brauchen.

Damit mit dem Kapital eine kleine Verzinsung erzielt werden kann, ohne jedoch ein größeres Wagnis eingehen zu müssen, wird ein Geldmarkt-Fond angelegt. Die Anlage in einen Kapitalmarktfonds birgt bestimmte Gefahren. Im Prinzip sind Anlagen jedoch wesentlich sicher und weniger anfällig für Schwankungen als beispielsweise traditionelle Anlagefonds. Allerdings hat sich gerade im Verlauf der Finanzmarktkrise ab 2007 auch der Wert der bisher völlig stabil gebliebenen Mittel negativ entwickelt, was die Skepsis der Finanzmarktfonds vieler Firmen erheblich verstärkt hat.

Bei den Renditen sind die Erträge der Fonds etwas größer als bei Tagesgeldern, aber wesentlich niedriger als bei den meisten BTFs.

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