Tranklin Templeton Investments
Globale Märkte im Fokus
US-Schwächephase möglicherweise vorübergehend
Manche neueren Wirtschaftsdaten haben Bedenken in Bezug auf das Tempo der Konjunkturerholung in den USA geweckt. Vor allem wiesen die Daten für Mai einen unerwartet geringen Anstieg der Beschäftigtenzahlen ohne Landwirtschaft aus und die Werte des S&P/Case-Shiller Index für Häuserpreise deuteten auf einen Rückgang der Preise auf den niedrigsten Stand seit 2003 im April hin. Etliche Frühindikatoren wiesen ebenfalls auf eine Abschwächung des Aufschwungs hin, darunter rückläufige Umfragewerte des Institute for Supply Management (ISM) im produzierenden Gewerbe vom Mai. Infolgedessen wurden die Wachstumsprognosen nach im Quartalsvergleich mit 1,8% schwächerem Jahreswachstum im 1. Quartal 2011 auch fürs 2. Quartal eifrig nach unten korrigiert.
Manche glauben, dass die US-Konjunktur lediglich eine „Delle“ verzeichnet, was auf die Störung der Logistikkette durch das Erdbeben vom März in Japan, eine Welle von Naturkatastrophen in den USA und einen Ausschlag der Ölpreise seit Mitte 2010 zurückzuführen ist. Wenn der Angebotsschock im Zusammenhang mit Japan überstanden ist und nach den Überflutungen und Wirbelstürmen in den USA der Wiederaufbau einsetzt, könnte das der Wirtschaft bis zum Jahresende kräftige Impulse verleihen.
Obwohl neuerliche Volatilität nicht auszuschließen ist, könnte sich der in den letzten Wochen beobachtete Rückgang der Rohstoffpreise als hilfreich erweisen. Blickt man über die Zahlen für einen Monat hinaus, ist die USWirtschaft unleugbar weiter auf Wachstumskurs. Für eine neue Rezession erkennen wir wenig Anzeichen. In der Privatwirtschaft wurden im laufenden Jahr bis Ende Mai über 1,3 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen und die Unternehmensbilanzen zeigen sich weiter robust.
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