Herabstufung

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Anleger setzen trotz Herabstufung auf Italien und Spanien

Schwellenländer sind derzeit in aller Munde. Während die einen Emerging Markets als interessante Boom-Region mit langfristigen Chancen preisen, warnen die anderen angesichts der massiven Mittelzuflüsse bereits wieder vor einer Blase. Deutschlands größte Fondsgesellschaft, die DWS, reagiert auf die aktuelle Diskussion mit der Auflegung des DWS Dividende Emerging Markets Direkt 2015 (LU0418623780).

Der von Jens Labusch verantwortete Schwellenländeraktienfonds wendet sich bewusst an die defensivere Gruppe der Emerging-Markets-Fans. Der Fonds investiert in Aktien von Schwellenländerunternehmen, die neben ihren Geschäftsmodellen und ihrer Marktstellung auch durch die Höhe ihrer Dividendenrendite, die Ausschüttungsquote und das Dividendenwachstum überzeugen können. Zudem will das Fondsmanagement Chancen auf Prämieneinnahmen aus Optionsgeschäften mit Aktien im Portfolio nutzen beispielsweise über „Covered Call Writing“. Während derartige Optionsstrategien bei anderen ausgewählten Fonds als zusatzstiftende Teilstrategien bei Bedarf verfolgt werden, will das DWS-Management sie bei diesem Fonds systematisch nutzen und dadurch einen jährlichen Performancebeitrag von 5 bis 8 Prozent erwirtschaften.

Ausgehend von einer Dividendenrendite zwischen 2,5 und fünf Prozent will der Fonds seine Anteilsinhaber jährlich mit einer Ausschüttung in Höhe von rund 7 Euro erwirtschaften, was bei einem Erstausgabekurs des Fonds von 100 Euro rund 7 Prozent entspricht. Auf diesem Wege traut sich das Management bei deutlich kleinerem Risiko inklusive der Ausschüttung eine Marktpartizipation (z.B. MCSI Emerging Markets) von bis zu 70 Prozent zu.
 
Interessant dürfte die erste Performanceerhebung und Zerlegung nach einem Jahr werden, die Aufschluss darüber geben wird, wie ambitioniert der Ertrag von bis zu 8 Prozent aus den Optionsgeschäften war. Es bleibt anzumerken, dass der Fonds per se keineswegs als Laufzeitfonds hätte konzipiert werden müssen, sondern auch als laufendes Produkt denkbar gewesen wäre. Schwerpunktmäßig für die Zielgruppe der Deutsche Bank-Kunden entwickelt, könnte das Produkt aber auch das Interesse ausschüttungs-orientierter Investoren mit kleineren Risikobudgets wecken, beispielsweise das von Stiftungen.

dpa
PF News, 16.02.2012