Fidelity Marktkommentar

Fidelity Marktkommentar

Kronberg im Taunus, 15. September 2010 - Die Preise für Agrarrohstoffe, vor allem für Weizen, sind in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Für den kurzfristigen Aufwärtstrend waren vor allem Wetterkapriolen verantwortlich. Die langfristige Preisentwicklung hängt jedoch von Faktoren wie der wachsenden Weltbevölkerung und der eingeschränkten Verfügbarkeit von Agrarrohstoffen ab. Nick Price, Manager des Fidelity Emerging Europe, Middle East & Africa Fund, erklärt, wie er sein Portfolio ausgerichtet hat, um von diesem Trend zu profitieren.

"Die Nachfrage nach Agrarrohstoffen wird zukünftig stark ansteigen. Dafür verantwortlich sind vor allem die wachsende Weltbevölkerung und steigender Wohlstand. Der wirtschaftliche Aufschwung in den Schwellenländern führt dazu, dass die Menschen dort ihre Nahrungsgewohnheiten verändern und verbessern. Ein Profiteur dieser Entwicklung ist der südafrikanische Zuckerproduzent Illovo. Das führende Unternehmen hat Plantagen und Weiterverarbeitungsbetriebe in sechs afrikanischen Ländern. Als Niedrigkostenproduzent ist Illovo gut aufgestellt, um von der wachsenden Nachfrage zu profitieren.

Am stärksten werden Düngemittelhersteller von der steigenden Lebensmittelnachfrage profitieren. Die Landwirtschaft verwendet zunehmend Düngemittel wie Phospat und Kali, um die Ernte zu erhöhen. Deshalb habe ich mit Urakali einen führenden russischen Kali-Hersteller übergewichtet. Das Unternehmen ist aufgrund der geringen Energie- und Lohnkosten ein sehr konkurrenzfähiger Akteur auf dem wachsenden Markt für Düngemittel. Das Unternehmen hat seine Produktion durch hohe Investitionen gesteigert. Zudem könnte es in der russischen Kaliindustrie zu einer Konsolidierung kommen. Ein Grund dafür könnte der zeitliche Aufwand sein, den der Bau einer Kalianlage erfordert.
Die gezielte Einzeltitelauswahl ist auch bei diesem Investmentthema für den Erfolg entscheidend. Es ist ausschlaggebend, dass man die Unternehmen mit Preisfestsetzungsmacht im Geschäft mit Agrarrohstoffen identifiziert. Denn steigende Lebensmittelpreise sind für die Produzenten von Agrarrohstoffen vorteilhaft, während die Verarbeiter darunter leiden."

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